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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 155

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 155)
Language
German
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ebenso der Leuchter uud die Cherubim der Lade fehlten.sa) Das himmlische Feuer versagte dem Altar seine Hilfe.53) Auch die Prophetie hatte ihr Ende erreicht. Mit dem Tode der letzten Propheten Haggai, Secharja und Mal’achi wurde Israel der prophetische Geist genommen.54) Der Bestand des Volkes war gefährdet, wenn sich nicht Esra mit entschiedenen Massnahmen der Wiedererweckung des alten religiösen Lebens gewidmet hätte. Tempels hörten die U. und T. auf. So heisst es auch (E II, 63): Und es sprach zu ihnen [den Priestern] Tirschata [d. i. Nechemia], dass sie von dem Hochheiligen nicht essen durften, bis wieder ein Priester den U. u. T. erstehen würde. Das ist genau so, als ob einer sagt: Bis Elijahu kommt oder bis die Toten auferstehen.“ Ebenso Sota 48b und Ketuboth 24b. S. auch Schebuoth 16 a, j. Kiduschin IV, 1 sowie Note 47 u. 48. Diese Vertröstung auf unbestimmte Zeit wie die des Erscheinens Elijahus oder der Wiederaulerstehung der Toten beweist, dass damals die U. u.T. bereits aufgehört hatten, den Priestern Antwort zu erteilen. Vorhanden waren sie allerdings, denn sonst hätte ja der Hohepriester seine vollkommene Bekleidung nicht gehabt. Siehe Tosafoth Joma 21b. 82) J. Taanith 11,1 und Schir r. VIII betrachten auch das Salböl als zu den 5״ Dingen“ gehörig. Nach Num. r. XV,6 und Tanchuma Ende VI stellten der Leuchter und die Cherubim zwei von den 5״ Dingen“ dar. 53) Auch das Feuer gehörte zu den 5 Dingen, die beim zweiten Tempel fehlten.;in Joma 21b und Sebachim 61b wird ausgefiihrt, dass das Feuer wohl vorhanden war, aber ihnen ״nicht half“. In Sebachim heisst es: Als die Exulanten unter Serubabel heraufkamen und einen Altar erbauten (E 111,3), mussten sie diesen erweitern. Obwohl zur Zeit des ersten Tempels das Volk zahlreicher war, genügte früher das kleinere Muss, weil das himmlische Feuer das Seinige dazu tat. Jetzt aber half das Feuer nicht mehr. Siehe Mischna Midoth III, 1. 54) Tosefta Sota XIII,2, Joma 9b, Sota 48b, j. Sota IX, 13, Sanhedrin 11 a, Schir r. vill: משמת חני ובדיה ומלאכי נביאים ד,אחרונים פסקה רוח ״ .הקדש מישראל אף על פי כן(ועדיין) היו משמיעין להן(משתמשין) בבת קולNach dem Tode der letzten Propheten Haggai, Secharja und Mal’achi wurde der heilige Geist von Israel genommen. Und weiter liess man sie trotzdem den »Bath Kol“ hören (sich des B. K. bedienen).“ — Nach Kaschi Joma 21b, Initialwort ארון, erging die letzte Prophetie an Secharja. Vgl. Sech. VII, 1, auch E V, 1. — Baba Batra 12a wird erzählt, dass die Prophetie nur von den Propheten, aber nicht von den Weisen des Volkes genommen wurde. 12b dort sagt R. Jochanan, dass seit dem Tage der Zerstörung die Prophetie den Propheten entzogen und dafür den Narren und Kindern gegeben wurde.

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