Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 154)
- Language
- German
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148 Im Heiligtum selbst fehlten fünf Dinge, die ihm einst ihren Glanz verliehen hatten48): Die heilige Lade war verloren,49) und nur den Stein Schatija, auf welchem sie gestanden hatte, fand man noch vor.50) Die ürim und Tumim waren wohl vorhanden, erteilten aber keine Aussprüche mehr.51) Das Salböl war verborgen, Mischna Sota IX, 12: משחרב בית המקדש בטל השמיד ונופת צופים ופסקו ״ אנשי אמנהSeit der Zerstörung des Heiligtums fehlt der Schamir und das Nuphes Zuphim und gibt es keine Leute, die voll unbedingten Vertrauens sind.“ Eine ausführliche Erläuterung dieser Stellen findet sich in Sota 48a bis 49a. 48) Joma 21 b;אמר רב שמואל בר איניא מאי דכתיב ,,וארצה בו ואכבד״ וקרינן "ואכבדה“ מאי שנה דמחוסר ד,“י אלו חמשה דברים שהיו בין מקדש ראשון למקדש שני ״ ואלו הן ארון וכפורת וכרובים, אש, ושכינה, ורוח הקדש, ואורים וחומיםR. Schmuei b. Inia sagte: In Ohagai 1,8 heisst es [Bauet mir das Haus] ״ich will daran Gefallen haben und geehrt werden“. Warum fehlt das “״ה, während wir doch lesen ואכבדה? Das sind eben die 5 Dinge (“5 ״ה), durch die sich das erste Heiligtum vom zweiten unterschieden hat, und zwar: 1.) Die heilige Lade, der Deckel und die Cherubim, 2.) Das Feuer, 3.) Die Herrlichkeif, 4.) Der heilige Geist, 5) Die Urim und Tumim“. Ähnlich in Jalkut 11,568. — Dagegen heisst es Exod. r. 11,2: ר“א אמר לא זזה השכינה מתיר ההיכל, אף על פי שהוא ״ חרוב הרי הוא בקדושתו בא וראה מה כורש אמר.. האלקים אינו וו משםr. Eiiesar aber sagte, die Herrlichkeit ist niemals aus dem Heiligtum gewichen. Obgleich es zerstört ist, bleibt es in seiner Heiligkeit. Siehe, wie Koresch [der während des Exils lebte] sich ausgedrückt hat (E 1,3): Der Gott, der in Jerusalem ist. Denn Gott wich niemals von dort.“ 49) In Tosefta Schekalim 11,18, Sota XIII, 1 und Jalkut II,Ende 1085 ist zwischen zwei Tanaiteu, R. Eiiesar und R. Jehuda, über den Verbleib der heiligen Lade eine Meinungsverschiedenheit. Nach ersterem wurde sie mit nach Babylon genommen, nach letzterem dagegen an ihrem Ort vergraben, damit sie nicht vom heiligen Land fortgeführt werden könnte. Vgl. Joma 53bff. *°) Tosefta Joma 11,6 u. Mischna Joma V,2: ״Dort war ein Stein, der Schatija genannt war. Er war drei Fingerbreiten hoch. Ursprünglich befand sich auf ihm die heilige Lade. Seit diese fortgenommen war, hat man auf ihm Raucherwerk gebracht. Er wird Schatija genannt, weil von ihm aus die ganze Welt erschaffen wurde“. Vgl. Joma 53b, Sanhedrin 26b, Jalkut 11,923 und Targum Jerus. zu Exod. 28,30. In diesem Zusammenhang sei auf die Arbeiten von Roscher über den ״Nabel der Erde“ (in Abhdlg. d. sächs. Ges. d. Morgld., Leipzig 1913 und 1915, desgl. in den Sitzungsberichten Leipzig 1918) sowie auf A. I Weusinck, The navel of the Earch, Amsterdam 1916 hingewiesen. “) Tosefta Sota XIII, 1: .. משחרב בית הראשון... בטלו אורים ותומים שנאמר ויאמר התרשתא להם אשר לא יאכלו מקדש הקדשים עד עמד כהן לאורים ולתומים ״ כאדם שאומר לחברו עד שיבא אליהו או עד שיחיו ד׳מתיסSeit Zerstörung des ersten