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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 152

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 152)
Language
German
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146 Am ersten des Monats Ab langte der Zug in Jerusalem an. Im Verhältnis zu Esras Anstrengungen waren es zu wenig, die seinem Rufe Folge geleistet hatten. Die Exulanten hätten wie einst unter Josua ״mit erhobener Hand“ Einzug ins Land halten können, nun zogen sie — durch ihre eigene Schuld — nur mit Genehmigung und als Untertanen eines Perserkönigs.43) Der schwachen Beteiligung des Volkes wird auch die Unvollkommenheit des zweiten Staatslebens und das spätere Geschick der Juden zugeschrieben. Wären diese geschlossen ״wie eine Mauer“ nach Jerusalem gezogen,44) so wäre das Heiligtum nicht zum zweiten dürften nur vorübergehend bis zum Eintreffen der von Jddo (E VIII, 18) entsandten Leviten den Dienst als Sänger verrichtet haben. 4ף Berachot 4a, Sota 36a, Sanhedrin 98b: *כדתניא עד יעבור עמדה עד יעבור עם זו קנית. עד יעבור עמך ה* זו ביאה ראשונה. עד יעבור עם זר קנית זר ביאה שנייה. מכאן אמרו חכמים ראוים היו ישראל ליעשות להם נם בימי עזרא כדרך שנעשה להם בימי יהושוע בן נון אלא שגרם החטא. Baraita: ״Bis hinüberzieht Dein Volk, Ewiger, bis hinüberzieht das Volk, das Du erworben.“ (Exod. XV, 16). ״Bis hinüberzieht Dein Volk, Ewiger“, das ist der erste Eintritt, ״Bis hinüberzieht das Volk, das Du erworben“, das ist der zweite Eintritt. Hieran schliessen die Weisen an: Israel wäre würdig gewesen, dass ihnen unter Esra ein Wunder geschehen wäre, genau wie es ihnen zur Zeit Jehosehuas b. Nun geschehen war, aber die Sünde verursachte [dass dieses nicht eintrat].“ — Sie hätten frei ״mit erhobener Hand einziehen können, so zogen sie aber nur mit Erlaubnis des Koresch (E 1,3) und waren während der Regierung der Perserkönige dem Koresch, Achaschwerosch und Darjawesch untertan“ Raschi z. St. — S. auch E IX, 9 u. N IX, 36,37. Ähnlich Sota a. a. 0. 44) Joma 9b: ריש לקיש הוי סחי בירדנא אתא רבה בר בר חנה יהב ל״ה ידא אמר ליה אלהא פנינה לכו דכתיב אם חומה היא נבנה עליה טירת כסף ראם דלת היא נצרר עליה לוח ארז. אם עשיתם עצמכם כחומה ועליתם כולכם בימי עזרא. נמשלתם בכסף שאין רקב שולט בו. עכשיו שעליתם כדלתות נמשלתם כארז שהרקב שולט בד.... ״Als Resch Lakisch im Jarden badete, kam Rabba, der Enkel Chanas. Als er ihm die Hand reichen wollte, antwortete er ihm: Gott hasst euch [alle, die nicht mit Esra aus Babel mitziehen wollten und dadurch das Fehlen der Sehe- China verursachten. Raschi z. St.]; denn so heisst es auch (Schir VIII, 9) ״Ist sie eine Mauer, so bauen wir eine kostspielige Festung aus Silber darauf, ist sie aber eine Tür, dann verrammeln wir sie mit Zederngetäfel“. Hättet ihr euch wie eine Mauer gemacht und wäret ihr alle zu Zeiten Esras hinaufgezogen, dann könntet ihr mit Silber, das niemals fault, verglichen werden. Da ihr aber wie Türen [= lückenhaft] hinaufzoget, so seid ihr wie Holz, das der Fäulnis verfällt.“ — Agadoth Maharscha gibt z. St. eine interessante Erklärung dieses Ausspruches und bringt ihn mit der in der vorigen Note angeführten Baraitha in Beziehung,

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