Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 141)
- Language
- German
- Belongs to
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13S troffenen Massnahmen haben wir, soweit es für die Entwicklung der Halacha von Bedeutung war, jeweils die betreffenden Ansführungen von Maimonides erwähnt. Wo im Verlaut der Arbeit von der Auffassung des Talmuds die Rede ist, ist nicht immer eine einheitliche Anschauung des Talmuds gemeint. Auch gelegentliche Aussprüche einzelner Oelehrter, soweit sie im Talmud enthalten sind, haben wir kurzweg mit Talmud bezw. Midrasch bezeichnet. Von der speziellen Esra-Literatur, die in der vorliegenden Arbeit berücksichtigt wird, seien Gelbhaus, Ginzberg, Herford, Katz und Klameth genannt. Auch in den verschiedenen Enzyklo־ pädien und Geschichtswerken finden sich zusammenhängende Dar- Stellungen von Esras Leben. In einem besonderen Anhang*) haben wir in mehreren Kapiteln das Material herangezogen, das sich in Legenden und Erzählungswerken findet. Um grosse Persönlichkeiten entsteht leicht ein Nimbus, ein Kranz von Sagen und Geschichten, die sich im Volksmund schnell verbreiten und vererben. Gewiss kann man ihnen eine Authentizität kaum zusprechen. Doch haben sie insofern Bedeutung, als sie lebendig zu verkünden vermögen, in welcher Gestalt die verherrlichte Persönlichkeit im Munde des Volkes Popularität erlangt hat. Denn die typischen Merkmale einer Persönlichkeit werden aufgegriffen und in bildhafter Umformung ausgestaltet. Deshalb haben auch diese Legenden für die Beurteilung der Persönlichkeit einen gewissen Wert. Darüber hinaus haben wir zu erklären versucht, wie sich bei vielen dieser Erzählungen gerade die aus der Überlieferung der alten Tradition her bekannten Darstellungen in mannigfaltiger Färbung wiederspiegeln. Das biblische Buch Esra wird mit E bezeichnet, das Buch Necheraia mit N, Midrasch rabba mit r., Rabbi mit R. und der Jerusalemitische Talmud mit j. Herrn Professor Dr. M. Streck bin ich für die wertvolle Unterstützung und die vielfache Förderung der Arbeit zu besonderem Danke verpflichtet. Ich danke ferner Herrn Professor Dr. A. Freimann für die Anregung zu dieser Arbeit und die Beratung, sowie Herrn Dozent Dr. M. Auerbach für zahlreiche Hinweise. *) Der aus technischen Gründen in diesem Jahrbuch nicht erscheinen kann.