Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 94)
- Language
- German
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88 Der Text der heiligen Bücher ist nicht zu vergleichen mit andefetl profanen Texten, denn wir sagen ״deswegen sei die heilige Schrift mit solchen Schwierigkeiten verwebt und besonders die Propheten, die voller Rätsel sind, damit auch die Dunkelheit der Rede eine Schwierigkeit der Sinne herbeiführe: dass das Heilige den Hunden nicht leicht offenstehe und die Edelsteine den Schweinen und den weltlich Gesinnten das Heilige des Heiligen nicht vorgeworfen sei“ (Hieron. zu Nach. 3). Wenn wir auf solchen Erwägungen unsere Bibelexegese gründen, dann wird erspriesslichere Arbeit geleistet werden, wie bisher; neue, erhabenere Bahnen wird der bereits ermüdete Wanderer freudig und leicht beschreiten, eine vollständig neue Gedankenwelt wird sich dem Forscher und Gelehrten darbieten. —