Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 89)
- Language
- German
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88 Wörter nicht geschrieben oder nicht gelesen werden, während es bei den gewöhnlichen Q. K. sich nur um einzelne Buchstaben handelt — für die Beantwortung dieser Frage sprechen. Bei Vergleichungen der Übersetzungen der LXX. oder des Onkelos, des Jonathan, des Symmachus und aller übrigen Übersetzungen mit dem Urtext, konstatieren wir, wie Hezel und viele andere bemerkten, dass sie bald dem E., bald dem Q., bald auch einer dritten Lesart folgen (s. am Ende von § IV dieser Arbeit), woraus erwiesen sein soll, dass z. Zt. der Übersetzer noch keine Lesart als Q. festgesetzt gewesen sein soll, Q. K. sollen also damals noch nicht existiert haben.1) Es ist bereits oben darauf hingewiesen worden, dass aus dem Text eines Übersetzers überhaupt kein Rück- Schluss auf den Urtext zu ziehen ist. Ganz abgesehen hiervon kann doch ein Übersetzer überhaupt nicht auf alle Feinheiten und Eigenbeiten der Sprache in dem Masse, wie es für das tiefere Verstandnis des Urtextes notwendig wäre, näher eingeben. Wie hätten, um nur ein Beispiel herauszugreifen, die Übersetzungen das Pronomen Hi mit Waw auszudrücken vermögen? Aber selbst wenn man zugibt, dass diese Übersetzer an keine göttliche Autorität dieser Lesarten glaubten, dann steht diesem gegenüber die Auffassung des Talmuds, die allein vom historischen Standpunkt aus betrachtet, als die ursprünglichere vorzuziehen ist. Der traditionellen Beurteilung der Q. K. huldigen von jüdischen Gelehrten ausser den bereits erwähnten noch: Die Dikduke hateamim (nach der einen dort gebrachten Auffassung); R. Jakob ben Cliajim in der Vorrede zur bombergischen Bibelausgabe; R. Arckwalti in Arugath ha-Bosem c. 26; R. Abi-ad Sar Schalom in Emunath Chachamim (Mantua 1730, Abschn. 22); R. S. Hanau in der dritten Vorrede und S. 12b seines Werkes Binjan Schelome; R. David ibn Simra (nach den Anfangsbuchstaben seines Namens Radbas genannt) in seinen Responsen Teil III, Nr. 594 (Fürth 1881); R. Samuel Laniado in seinem Keli Jakar zu 2. Sam. 15. 21;2) R. Ascher Amschel Worms ף Andererseits schreibt Eichhorn, I. S. 127, dass Hieronymus verachiedene Lesarten hatte, s. das. *) Der ״spätere Grammatiker‘‘ von dem Laniado dort spricht, ist, wie mir Herr Bibliothekar Prof. Dr. Freimann, Frankfurt a. M., mitzuteilen die Güte hatte, Levita, dessen Masoreth ha־Masoreth er meint. 6*