Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 81)
- Language
- German
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75 geschrieben habe und man schrieb an den Rand die Umschreibung des Wortes, wie es gelesen werden sollte. Damit versteht man auch den Unterschied zwischen dem Q. und dem K. in ולא אבחנו זובחים (Esra 4. 2). Esra sagte ihnen den Grund, warum er ״welo* mit Aleph geschrieben habe. Ein zweites Beispiel: wenn sie im Buche des Propheten Haggai (1.8) lasen: 80 ,וארצה בו ואבבד sagte ihnen Chaggai: Leset nicht ואכבד» sondern ואכבד» als ob am Ende ein He stünde und er sagte ihnen den Grund, nämlich wegen der fünf Dinge, durch die der erste Tempel sich vom zweiten unterschiedג) und sie schrieben an den Rand ואכבדה קרי* Der hier aufgestellte Grundsatz ist also der, dass die Mitglieder der grossen Synode die Q. im Pentateuch auf Grund einer Überlieferung von Moses her, jene in den prophetischen Büchern und Hagiographen auf Grund einer Überlieferung von den Propheten und den ihrer Zeit angehörigen Gelehrten und die in den Büchern, die während des Exils geschrieben wurden, durch die Verfasser selbst, und nicht wegen der Zweifel, wie viele glaubten, in den heiligen Büchern anmerkten.“ — Dass Levita die Talmudstelle im Nedarim vollständig falsch aufgefasst hat, werden wir im folgenden Kapitel sehen* Rein vernunftmässig ist gegen ihn einzuwenden, welchen Grund sollen die Mitglieder der grossen Synode, der Verfasser des Q., gehabt haben, anzuordnen, dass bei der Thoraverlesung immer nach dem Q. zu lesen sei, da doch nach ihm die Randlesart nicht göttlichen Ursprungs ist, resp. nachdem die Textuallesung die ursprünglichere ist? Die meisten Einwände, die oben gegen Abarhanel’s zweite Ansicht erhoben wurden, fallen auch auf Levita zurück. § IX. Die traditionelle Ansieht. Gegenüber der kritischen Auffassung über das Wesen und die Bedeutung des Q. K. steht die traditionelle Ansicht des Talmuds l) S. § III, 9. Citat aas dem bab. Talmud. .