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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 79

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 79)
Language
German
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?3 Einwände gegen Abarbanel erhoben, die aber sich grösstenteils auf seine erste Auffassung über die Q. K. (s. § VIII) beziehen. Andere Gründe dagegen dürften noch folgende sein: 1.) Der erste Teil der Ausführungen Abarbanels steht im grellsten Wider- Spruch zu den von ihm zitierten Beispielen. Zunächst hat er uns mitgeteilt, dass der von göttlichem Geist Inspirierte mit seiner fremdartigen Ausdrucksweise einen geheimen Sinn in die einzelnen Wörter legen wollte. Diesem widerspricht sofort das erste Beispiel von צבוים; denn wenn hierbei nur darauf aufmerksam gemacht werden sollte, dass der Name der Stadt früher ein anderer gewesen sei, als zu Esras Zeiten, dann kann man mit dem besten Willen hinter dem K. צביים keinen geheimen Sinn vermuten. Ebenso, wenn man das Wort טהורים so deutet, wie er es wollte (Esra habe nur erklärt, was unter diesen ״Erhöhten“ zu verstehen ist), so ist dies doch vielmehr eine sachliche Erklärung, nach der ein geheimer Sinn überhaupt nicht mehr angenommen ist. — 2.) Gegen die Annahme, Esra als den Urheber der Q. zu betrachten, spricht zunächst die Tatsache, dass diese Randlesarten auch in den nachexilisehen Büchern anzutreffen sind. Warum haben die Propheten Chaggai, Secharja und Meleachi, die auch zur Synagoga magna gehörten, also dieselben Machtbefugnisse hatten, wie Esra, dies bei ihren Büchern nicht selbst getan, als sie sahen, dass der geheime Sinn in den aussergewohnlichen Wörtern der vorexilischen Schriften nicht mehr erkannt wurde und deswegen irgendwie kenntlich gemacht werden musste? — 3.) Wenn Esra die Erläuterung am Rand angebracht hat, welchen Grund 8011 er gehabt haben, uns die Vokalisation des K. zu verschweigen? SeinerSache wäre es ebenso dienlich gewesen, wenn er uns die zum K. gehörigen Vokale mitgeteilt hätte. Wir können die sachliche Auffassung von Abarbanel ohne weiteres annehmen, müssen aber zurückweisen, dass die Randlesarten Esra zum Urheber haben sollen, insbesondere nach den Berichten des Talmud. III.) Die Ansicht des Elias Levita: ln der dritten Vorrede seines Werkes Masoreth ha-Masoretb schreibt Levita folgendes: ולולי זה הייתי אזמר שלבד הקרי והכתיב שבתורה הם הלכה למשה מסיני ואנשי כנסת הנחלה שהם חני זכריה ומלאכי דניאל חנניא מישאל ועזריה עזרא נחמיה מרדבי זדובבל ועוד נלוו עליהם חכמים מהחדש והמסגר עד השלמת מאה ועשרים

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