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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 78

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 78)
Language
German
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IRI
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72 heirateten Tochter Israels geziemt es, dass sie sittlich unbefleckt wie ein Knabe sei, bei dem ein Koitus doch auch nicht möglich ist; das Q. hat נעריה, damit niemand au! den Gedanken käme, dass tatsächlich von einem Jüngling die Rede sei. Einmal im Pentateuch steht logischerweise das Wort im Text mit He, weil dort die gerichtliche Verhandlung die frühere Jungfräulichkeit festgestellt hatte, resp. weil dort von einer verheirateten Frau die Rede ist. Ein drittes Beispiel: Wenn Esra in der Thora das Wort ובעפלים fand, so dachte er sich, würde man nicht wissen, was unter diesen ״Erhöhten“ verstanden ist. Deshalb musste Esra in der Randlesart erläutern, dass es ״Techorim“ seien, Erhöhungen am Körper, Beulen, Geschwülste; oder ישגלנה, da das Wort שגל nur auf die Königin bezogen wird, musste der Erklärer bemerken, ישכבנה♦ Als dann Esra später die Vokalisation einführte, die den Zweck hat, die Bedeutung des Konsonantentextes klarzu st eilen, versah er das K. mit den Vokalen, die für das Q; passten, weil von beiden Lesarten das Q. in Bezug auf die Genauigkeit und Richtigkeit mehr Geltung für sich zu beanspruchen hat. Elias Levita fertigt Abarbanel mit den Worten ab: חשב לתקן עוותם ותקנתו היא קלקלתו כי רוב דבריו לא לרצון ובטילין ומבוטלין ״er dachte ihren (d. h. Kimchi's und Ephodi’s) Fehler zu verbessern, aber sein von einem guten Gedanken geleitetes Vorhaben hat den Zweck nicht erfüllt, denn die meisten seiner Worte sind nichtig und haltlos“, ohne näher auf seine Ausführungen einzugehen. Mehr beschäftigt sich mit seiner Ansicht R. Jakob ben Chajim. Ausser seinen Gegenbeweisen auf Grund des Talmuds in Nedarim, dass die Q. K. Halacha le־Mosche mi-Sinai seien, hält er zunächst Abarbanel’s Auffassung von den euphemistischen Q. für eine vollkommen falsche, wiederum auf Grund der talmudischen Berichte (s. oben § VI), weil schon die von ihm gegebenen Worterklärungen gänzlich verschiedene sind. Weiterhin meint, er, dass, wenn Esra nicht von der Göttlichkeit beider Lesarten überzeugt gewesen sei, warum hat er sich nicht auch bei diesen erlaubt, eine Korrektur vorzunehmen, ebenso wie er dies doch bei den im Vorhofe des Tempels Vorgefundenen drei Thorarollen getan hat? Warum hat er sich in Bezug auf die Q. K. nicht auch nach der Mehrheit der Exemplare gerichtet? Von anderen jüdischen Gelehrten werden noch andere

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