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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 74

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 74)
Language
German
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68 6.) Ex. 22.8: K. לא, Q. לו 7.) Ex. 16.3: K. השלו, Q. השליו 8. ) Ex. 32.19: K. מידו, Q. מידיו 9. ) Ps. 9.13: K. עדים, Q. ענוים Hier dürfte eigentlich das K. vorzuziehen sein ״Der sie nicht für sich bestimmt hat“, d. h. wenn die Magd in den Augen ihres Herrn missfallen hat, der sie (deswegen) nicht zur Frau bestimmt hat (s. Malbim z.St. u. Kidduschin 19 a). Das Q. bereitet des ZusammenhangSr wegen eine gewisse Schwierigkeit. Zu Lev. 11. 21 und Jes. 9.12, wo dasselbe Q. K. anzutreffen ist, bemerkt schon de Wette (S. 160), dass nach den grammatikalisehen Regeln das Q. zu verwerfen sei. Seine einzige Rettung ist daher, anzunehmen, dass verschiedene Lesarten vorliegen. Ebenso übersetzt Onkelos zu Lev. 11. 21. — Lev. 25. 30 wäre es nach der Ansicht der Kritiker vernünftiger gewesen, ,לד zu korrigieren, da עיר fern, ist, welche Lesung Delitzsch (Lese- und Schreibfehler ini alten Testament, S. 19), in seiner Sucht, so viel wie möglich zu korrigieren, tatsächlich fordert. — Gerade zu diesen Q. K., die im K. ein Aleph, im Q. ein Waw haben, bringt der Talmud sehr häufig Erklärungen. Hier muss man wiederum die auffallende Tat- Sache konstatieren, dass der ״Fehler“ das Wort ohne Jod zu schreiben, an sämtlichen Stellen, wo es vorkommt, eingedrungen ist (s. Num. 11.32, Ps. 105.40). Es ist hier absolut kein Grund zu einer Korrektur vorhanden־, es wäre im Gegenteil nach Vers 15 des Kapitels zu erwarten gewesen, dass der Singular steht. Gesenius konstatiert einfach, dass für den Plural עני'ם das K. öfters עמים hat. Diese beiden Formen beweisen wohl am schlagendsten, die ohne Überlegung aufgestellte Theorie von den Korrekturen. In Ps. 9 steht in Vers 13 im K. עניים, im Q. עמים, in Vers 19 ist es gerade umgekehrt und auch an allen übrigen Stellen, an denen bei diesen Wörtern ein Q. K. vorkommt, ist nirgends

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