Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 69)
- Language
- German
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63 הלילה שהוסיפו על מה שכתוב בתורה או ששינו ממד. שכתוב בתורה אלא שהם דקדקו ומצאו לפי ענין כל אחד ואחד מן הכתובים ההם שעיקר הכוונה לא היתד. במו שנראה ממה שבתוב בספר אלא צד כוונה אחרת ולא היה לו לכתוב כן אלא בן אלא שבינה הכתוב ולא קראום תקון סופרים אלא שהם דקדקו ופירשו שהם כנרים: Die Bezeichnung Tikkun Soferim bedeutet keineswegs, dass die Soferim zu dem Schriftwort hinzufügten oder eine Änderung an dem ursprünglichen Text Vornahmen, sondern sie haben bei jedem einzelnen der Schriftverse, bei denen ein Tikkun Soferim angemerkt ist, nach genauer Prüfung gefunden, dass der eigentliche Sinn des Verses einen anderen Wortlaut vermuten lassen sollte als der gegebene. Weil nun die Soferim auf Grund ihrer exakten Textforschungen zu der Auffassung gelangten, dass aus Gründen der Euphemie eine andere Ausdrucksweise gewählt worden war, nannte man diese Feststellung naeh ihrem Namen.1) Von den neueren urteilt ebenso Keil: »Es bezieht sich nur auf Anmerkungen der Rabbinen über Stellen, deren Lesart als paradox erschien und doch als richtig bezeichnet werden sollte, wie schon Buxtorf, Anticrit. p. 751, erkannte“.2) Auch bezüglich der Al-Tikri, die an sehr vielen Stellen im Talmud und in den Midraschim anzutreffen sind, sind die Ansichten sehr geteilt. Ein Beispiel von vielen sei hier herausgegriffen: אמר ריש לקיש כל העונה אמן בכל כחו פותחין לו שערי גן עדן שנאמר ויבא גוי צדיק שומר אמונים אל תקרי אמונים אלא שאומרים אמן (Schabbath 119b). Aus diesem Ausspruch ist überzeugend ersichtlich, dass weder die Ansicht Levitas (in der dritten Vorrede seines Werkes) noch die von Maimonides (in More Nebuchim III. 43) u.a. die richtige sein kann.3) Es würde zu weit führen, auf alle diese Ansichten näher einzugehen, nur sei festgestellt, dass mit diesen *) Ebenso urteilen Albo, Ikkarim III. 22; 57 § ,דקדוקי הטעמים: Meor Enajim c. 19. Vgl. ferner Bereschith rabba 49, Schemotb rabba 41, Wajikra rabba 11, Bamidbar rabba 3; Sifre za Kam. 10. 35; JWechilta a. Tanchuma za Ex. 15.7; Mas. zu Nam. 1.1; Midrasch Tehillim 18; Minchath Schai za Sech. 2.12; Jalkut I. 83, 247, II. 461; Halichoth Olam II. 1 and Jabin Schemna das. . 2) Nach Weiss, Dor dor we־Dorschaw, 1. S. 62, ist Ittur Soferim identisch mit K. w. Q., s. dagegen Frankel, Darke, ha-Mischna S. 222. s) S. die Besprechung dieser Ansichten in dem Werke meines Urgrossvaters, R. S. B. Bamberger, קורא באמת (EinL), s. f. סייג לתורה S. 8a; Hupfeld, Theol. Studien u. Kritiken 8, 1830, S. 554.