Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 66)
- Language
- German
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6ö die nach Ansicht der Kritiker ein Wort äls verdächtig bezeichnen sollen, sind nicht anzutreffen. Betrachten wir die wichtigsten Parallelstellen, so werden wir zu folgenden Resultaten gelangen: 1;) Ps. 14 ti. Ps. 53: Beide Psalmen haben det Überschrift nach zii schliessen den König David als Verfasser. *) Trotzdem die!Struktur der beiden Psalmen fast einheitlich erscheint, ist kein einziges Q. K. anzutreffen, obwohl genügend Gelegenheit zu . ״Korrekturen“ vorhanden gewesen wäre. Warum haben die Masorethen oder ihre Vorläufer nicht wenigstens einzelne Buchstaben, die in den beiden Psalmen verschieden sind, gleichgesetzt? 2. ) Ps. 18 u. 2. Sam. 22: Einzelne Q. Kl, die in diesen Abschnitten angemerkt sind, müssen nach Ansicht der Kritiker so merkwürdig wie nur irgend möglich, ja geradezu unsinnig sein. Vergleichen wir dieselben: Ts. 18 Vers 8: 2 :ותגעש. Sam. 22 Vers 8: K. ותגעש, Q. ויתגעש. Vers 15: ויהמם; Vers 15: K. ויהמם, Q. ויהם. Vers 51: מגדל; Vers 51: מגדיל ה, Q. מגדול. Warum hat man, erstens, es überhaupt für nötig gefunden, hier ״Verbesserungen“ anzubringen und, zweitens, wenn man schon korrigieren wollte, warum hat man die ״Korrekturen“ nicht auf das ganze Lied ausgedehnt? Besonders eklatant ist dies bei Vers 8; das Verbum nimmt Bezug auf ארץ, also wäre mindestens die fern. Form ותתגעש richtiger und vernünftiger gewesen. Wie Riehm (Einl., S. 244) hier von Abschreibefehlern oder von verschiedenen Lesarten, die beim gottesdienstlichen Gebrauch des Psalms sich allmählich bildeten, sprechen kann, ist mir unbegreiflich. 3. ) Esra 2 u. Nech. 7.6 ff. : in Esra Vers 50 ist das K. נפיסים, das Q. נפוסים; in Nech. Vers 52 steht derselbe Name, aber im K. נפושסים, in Q. נפישסים. Diese Tatsache spricht genügend für sich, ohne dass Worte hierüber verloren werden müssen. 4. ) 2. Sam. 21.18—22 u. 1. Chr. 20.4—8: in Sam. Vers 19 בן יעדר; in Chr. Vers 5: K. יעוד, Q. יעיר und in Vers 20: K.מדין, Q. מדון, wofür der Text in Chr. Vers 6 מרה hat, ohne dass ein Q. angemerkt ist. *) Vgl. Baba bathra 14 b.