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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 65

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 65)
Language
German
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Becht mit einigen kurzen Worten abfertigt1) erkennen wir am besten, wenn wir uns Abarbanel’s Einwände gegen Kimchi’s Theorie ins Gedächtnis zurückrnfen. 2) Beide Einwände fallen auf ihn zu• rück. Da, erstens, Esra davon überzeugt war, dass der Verfasser sich geirrt bat, — das beweist doch nach ihm am zwingendsten die Tatsache, dass die Vokale nur für das Q. angemerkt sind —, warum fühlt er sich nicht berechtigt, diese tatsächlichen Fehler wirklich zu korrigieren? Ist er von der Göttlichkeit der Schrift überzeugt gewesen, dann darf er nicht glauben, dass wir in dem Q. K. Fehler zu erblicken haben; hält er dagegen die Inspiration nicht für wahrhaft und anzuerkennend, dann hätte er unbesorgt die Fehler ausbessern dürfen.' Und selbst wenn man Abarbanel’s Ansicht allein auf das Buch Jeremja beziehen wollte, so hat er unterlassen, uns mitzuteilen, warum auch in diesem mit wenig Sorgfalt geschriebenen Buch Q. K. Vorkommen, bei denen man keineswegs mit Bestimmtheit behaupten kann, dass sie Korrekturen sind, bezw. dass diese Korrekturen notwendig sind, z. B. 5.24, 6. 25 (wo der Singular ebenso wie im folgenden Verse sich auf die בת ציון beziehen könnte), 52.32, 52.11 (analog zu Gen. 38.11, 24. 23, Num. 30.12, wo auch die Präposition ausgefallen ist). Diese ״Korrekturen“ als für das Verständnis notwendig zu bezeichnen, wird wohl niemand behaupten. Ferner ist ^u bemerken, dass das Wort זעוה bei Jeremja überall, wo es anzutreffen ist (15.4, 24.9, 29.18, 34.17) im K. in veränderter Form vorkommt, obwohl es Jeremja von Deut. 28. 25 und Jes. 28.19 her bekannt gewesen sein müsste. Dass oft eine bestimmte Regel existiert, nach der die Q. K. Vorkommen, hätte Abarbanel auch hierbei feststellen können, ebenso wie er selbst dies bei נערה und יעוש konstatiert hat. Ein sehr wichtiges Argument dafür, dass wir in den Q. K. keine kritischen Korrekturen zu suchen haben, ergibt sich bei der Vergleichung der sogen. Parallelstellen.3) Bei sehr vielen sprach• liehen Unterschieden im Text hat man weder ein Q. angemerkt, noch hat man ein Tikkun Soferim verzeichnet, und auch die Punkte, l) S. weiter § IX. *) S. oben § VII. 8) Vergl. über die Parallelstellen Frankl-Grün, die Varianten in den bibl. Parallelen (Magdeburg 1890).

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