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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 64

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 64)
Language
German
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gg warum man die vermeintlichen Fehler nicht tatsächlich korrigiert habe, wie man sich auch nicht scheute, dies bei den drei Thorarollen zu tun.1) Abarbanel nimmt an, dass die Korrekturen das Machwerk Esra’s seien. Nach dieser textkritischen Auffassuug ist es unbegreiflich, dass sich auch Korrekturen in den nachexilischen Büchern vorfinden. — Wenn die Ansicht Abarbanels tatsächlich die richtige wäre, so wird ferner als zweiter Grund von סייג לתורה, S. 19b (der vorhergehende Grund ist auch von ihm) eingewandt, dann würden auch diese Korrekturen nicht so regelmässig vorkommen, als dies tatsächlich der Fall ist. (8. § VII.) Ausser diesen sehr stichhaltigen Einwänden dürfte auf die Ansicht Abarbanel’s noch folgendes zu erwidern sein: Abarbanel teilt, wie wir gesehen haben, die Q. K. in verschiedene Klassen: die Q. K., die in Büchern Vorkommen, die von einem verständigen und gewandten Verfasser geschrieben wurden, sind keine Korrekturen; in den Büchern Jeremja, Ezechiel u. a. dagegen, in denen das sprachliche Verständnis nicht zur vollen Blüte gelangt ist, sind sie auf grammatikalische und sprachliche Verstösse zurückzuführen. B. Salomon Hanau in שערי תפלה macht schon darauf aufmerksam, wie sehr die Feinheiten der Sprache bei Jeremja zum Vorschein kämen und wie man z. B. sehr oft beobachten kann, dass er nach Art der anderen Propheten und Autoren der heiligen Schriften Worte aneinanderreiht, die gleichen Klang oder buchstabenmässig ähnliches Aussehen haben, aber dennoch sinngemäss vollständig verschieden sind; 5. 1: ובתקוע תקעו שופר (Tekoa ist ein Ortsname), 48. 2: ערער תתערער :58 .51;גם מדמן תדמי ,בחשבון חשבו עליה רעה und viele andere. Ja sogar in einer von Schmerz und Kummer erfüllten Stimmung, in der man keine Schönheit der Sprache vermuten sollte, treffen wir solche Feinheiten, 15.10: כלה קללוני (s. Kimchi z. St..). Dass ein solcher Schriftsteller nicht zwischen Plural und Singular, zwischen Masc. und Fern., Vergangenheit und Zukunft hätte unterscheiden können, ist doch unmöglich anzunehmen. —Die besprochene Theorie liesse sich mit knapper Not noch bei scheinbaren grammatikalischen Verstössen halten, aber die Antwort auf die Frage, wie Abarbanel dieselbe bei den Q. w. K. und K. w. Q. verfechten will, ist er uns schuldig geblieben. — Dass Levita Abarbanel mit 1) Ebenso bei Bacharaeb, Ischtaddaluth II. S. 51.

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