Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3486266-3486299--8132-3494511- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
56 sind es 91. Öie ebenfalls von Jeremja geschriebenen feücher Samuel, die zusammen ungefähr den Umfang haben wie das Buch Jeremja, haben 131; die von demselben geschriebenen Bücher der Könige1) weisen 74 auf; die 5 Bücher des Pentateuchs, die eine viermal so grosse Ausdehnung haben wie das Buch Jeremja haben nur 65, von denen jedes einzelne eine tiefe Bedeutung hat; ebenso hat das Buch Josua nur 27, das Buch der Richter 41, die Bücher der kleinen Propheten nur 18, das Psalmbuch trotz seiner Grösse nur 25.2) Dass sich in diesen Büchern nur eine kleine Anzahl vorfinden, kommt daher, weil die Schreiber verständige und gut unterrichtete Männer waren. Aus demselben Grund hat das Buch Hiob nur 19, weil Moses es geschrieben hat. Das Buch Mischle wurde von weniger zuverlässigen Leuten geschrieben,3) deshalb sind dort 35 anzutreffen, trotzdem es nur 915 Verse hat. Dieser Ansicht, dass man die Q. K. ausschliesslich als Korrekturen aufzufassen habe (manchmal allerdings aus anderen Gründen als die oben erwähnten, auf die wir später zu sprechen kommen) haben sich angeschlossen4) Löw (praktische Einleitung in die kl. Schrift, Gr. Kanischa 1855, S. 35), Bleek (Einl. in das A. T., 8. Aufl., v. Bleek u. Kamphausen, Berlin 1870, S. 817), Böttcher (Lehrbuch der hebr. Sprache, Leipzig 1866, Bd. 1, S. 32 u. 48), Gelbe (hebr. Grm., Leipzig 1866, S. 21), Karpeles (Geschichte der jüd. Literatur, Berlin 1886, Bd. 1, S. 365), Abott (Essays chiefly on the original text of the old and new testament, London 1891, S. 9), Kenyon (our bible and the ancient manuscripts, London 1896, S. 33), Kaulen (Einl. in die hl. Schrift des *) Zu den Angaben über die Autoren der Bücher vergl. Baba bathra 14 b. 2) Die Angaben über die Zahl der einzelnen Bücher sind in den verschiedenen Ausgaben anders als bei Abarbanel; s. z. B. die Angaben bei Geden, The Massoretic and other Notes (London 1906, S. 42 ft.) vgl. auch weiter § X. a) Vielleicht schreibt er dies nach der Erklärung von Tosaphoth in Baba bathra 15 a. 4) Siehe auch Meor Enajim c. 28, der auf die Raschistelle in 1. C111\ 8.28 hinweist und auf Grund von ״Raschi’s“ autoritativer Entscheidung dessen Worte gegen die traditionelle Ansicht in vollem Umfang anerkennt. Ich habe aber bereits oben nachgewiesen, dass der Kommentar zu den Büchern der Chronik, der Raschi zugeschrieben wird, in Wirklichkeit nicht ihn zum Verfasser hat.