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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 61

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 61)
Language
German
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55 eingehen können, dessen Yorhandengewesensein aber van vielen Seiten mit Bestimmtheit angenommen wird.* *) Der Bericht im Talmud spricht also nicht von einer einfachen Kollation von gewöhnlichen Handschriften, sondern es waren unter fremdländischem Einfluss angefertigte, die, als man die Unechtheit erkannte, selbstverständlich vernichtete. § VII. Die Q. K. als Korrekturen. Bei vielen Q. K. ist man ihrer Beschaffenheit wegen geradezu versucht, sie als Korrekturen aufzufassen. Der erste, der uns diese Auffassung übermittelt, ist Abarbanel in der Vorrede zu seinem Kommentar zum Buche Jeremja.2) Er führt dort folgendes ans: Es finden sich im Text der heiligen Schrift viele ungewöhnliche Wörter. Esra kann geglaubt haben, dass diese durch schlechtes Verständnis der hebr. Sprache an sich oder durch grammatikalische Verstösse seitens der betr. Propheten oder des vom göttlichen Geiste Inspirierten entstanden seien. Man muss also annehmen, dass die Q. sprachliche oder grammatikalische Verbesserungen Esra’s sind. Z. B. in Jer. 2.15 hat das K. .נצתד. Esra sah. dass man diese Form nicht in Einklang bringen könnte mit dem Plural עדו und verbesserte נצתו; oder Jer. 2. 20: K. אעבור, Esra war der Ansicht, dass dieses Wort nicht in den Zusammenhang hineinpasse und verbesserte אעבוד, ebenso 2. 25: K. וגורנך, Q. וגרונך usw. (eine ähnliche Auffassung hat Abarbanel über die Q. w. K. und K. w. 4J.) Auf diese Weise bat man das Q. K. in den Büchern zu erklären, in denen es häufig anzutreffen ist. Nach dieser Begründung kann man auch verstehen, dass die zahlenmässige Verteilung der IJ. IC. keine regelmässige ist. Im Buche des Propheten Jeremja ף S. Lagarde, Anm. zur griechischen Übersetzung der Proverbien, S. 1 ff. ♦ ders., Materialien zur Kritik und Geschichte des Pentateuchs I, S. 280; 01shausen, Psalmen (Ps. 18. 27. 13, 80.14—16); ders., Lehrbuch der hebr. Sprache § 31a: vergl. auch König, Einl., S. 88. *) Vergl. weiter § IX seine zweite Ansicht.

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