Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 60)
- Language
- German
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u tnan bemerken, dass sie sich einzig und allein in der!frage! unterscheiden, ob die Altesten anstatt des Wortes נערי das Wort זאטוטי einsetzen oder nicht; der babylonische Talmud bejaht diese Frage, während der jerusalemitische Talmud von dieser Änderung nichts weiss. Es bestand also über diese Änderung ein Zweifel. Als man jetzt in dem zweiten Pentateuchexemplar das Wort זאטוטי fand, da erinnerte man sich gerade bei diesem Wort, von dem man wusste, dass eine Meinungsverschiedenheit über die Überlieferung der Änderung bestand, der Begebenheit von der griechischen Bibelübersetzung und wusste nun mit Bestimmtheit, dass das Buch der traditionellen Überlieferung widersprach. — 3.) Auf diesen Feststellungen auf bauend, können wir mit Sicherheit annehmen, dass auch das dritte Pentateuchexemplar ein unter fremdländischem Einfluss geschriebenes gewesen ist. Aus purer Willkür machte man die 11 Stellen, an denen das Pronomen hi mit Jod geschrieben war, mit allen übrigen hi, die ohne genauere Unterscheidung vom Masc. mit Waw geschrieben sind, gleichlautend. Dass irgend einem in die masorethiscben Überlieferungen und masorethischen Exaktheiten nicht eingeweihten fremden Schreiber — denn die jüdischen kannten dieselben zweifellos — ein solcher Irrtum leicht unterlaufen konnte, ist mehr wie wahrscheinlich. Bestärkt werde ich in dieser Annahme durch die Tatsache, dass z. B. im samaritanischen Pentateuch das umgekehrte der Fall ist, dass nämlich jedes fern, gemeinte הוא in unserem Codex dort in היא verwandelt wurde (s. König Einl. S. 96). Allein auf Grund dieses Tatsachenmaterials, d. h. der traditionellen Berichte, die die Alten aus früherer Zeit hatten, hätten sie diese Irrtümer erkennen können. Aber es war ihnen ausserdem ein unfehlbares Hilfsmittelän die Hand gegeben, das ihnen ihre eventl. Vermutungen bestätigte. Es ist das Pentateuchexemplar, das im Tempel aufbewährt wurde, wie R. Jannai uns in Debarim rabba c. 9 berichtet: משה) כתב י״ג תורות י״ב לי״ב שבטים ואחד היניח) (1בארון, שאם יבקש אחד לזייף דבר שיהיו מוצאים אותו שבארון. Es ist dies die alte Frage des sogan. Archetypus, auf die wir hier nicht näher נ) Vergl. Bacharach, Iscbtaddaluth I, S. 34; Maimonides, Einleitung zu seinem Mischnakommentar; Eichhorn, II, § 376.