Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 59)
- Language
- German
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diesen Kodex selbstverständlich vernichtet. Dass man ciieseiÜ Exemplar gerade den Namen Sefer Meona gab, mag deswegen geschehen sein, weil das He aüch als fern. Endung anfgefasst Werden kaün, wie bereits oben erwähnt. In dieser Foi־m kommt es ixü Pentatedch allerdings nicht mehr vor uhd aufch die Form öhne He ist nur ein einziges Mal (Deut. 26.15) anzutreffen. Da die letztere zuerst im Pentateuch vorkommt, und man auch wusste, dass sie in den anderen Büchern der heiligen Schrift anzntreffen ist, hätte man auf den Gedanken kommen können, dass diese Form die richtige sei, weshalb man durch die Benennung des Buches ausdrücklich betonte, dass an dieser Stelle das Wort mit einem He zu schreiben sei. 2.) Aus der Bezeichnung des zweiten Buches schliesst schon Hüpeden,1) dass wir es mit griechischen Abschriften des hebr. Textes zu tun haben. Es liegt dies auch auf der Hand, wenn man den Bericht der Tradition in Megilla 9b und Soferim 1. 9 über die Entstehung der griechischen Bibelüber- Setzung, die der König Talmai (Ptolemaeus) anfertigen liess, liest. Dort werden verschiedene Änderungen aufgezählt, die die 70 resp. 72 jüdischen Übersetzer unabhängig von einander vomahmen, und eine derselben ist die Umschreibung des Wortes נערי mit dem griechischen זאטוטי. Denn wie bereits oben bemerkt wurde, wird von fast allen Gelehrten (s. Hüpeden S. 361; Müller in Mas. Sof. S. 16; Geiger, Urschrift, S. 243; in ganz bestimmtem Sinn: König, Einleitung S. 92 Anm.) zugegeben, dass dieses Wort griechischen Ursprungs ist. Es lag also in dem zweiten Pentateuch-Exemplar ein von hellenistischer Feder geschriebener Codex vor, in dem der Schreiber die Abweichungen der griechischen Bibelübersetzungen von dem hebr. Urtext in diesen hineinübersetzte; diese Fäischungen, die schon in einem Buch möglich geworden waren, hat man aber erkannt und deswegen dieses Pentateuchexemplar vernichtet. Woher kam es aber, dass B. Simon ben Lakisch dieses Exemplar gerade ספר זאטוטי benannte? Die Erzählung von den 72 Ältesten, die die Übersetzung besorgten, kommt auch in jer. Megilla 1. 9 vor. Wenn man aber die beiden Berichte im babylonischen und jerusalemitischen Talmud vergleicht, so wird ג) Neue wahrscheinliche Mutmassungen von der wahren Ursache mul Bedeutung der ausserordentlichen Punkte, Hannover 1751, S. 30.