Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 57)
- Language
- German
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…/3486266-3486299--8127-3494506- Visual Library
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51 sich ja erhalten, damit stimmt aber nicht überein, dass nns berichtet wird: ובטלל אחד. Nur soweit kann ich mit Weissmann übereinstimmen, dass es sich um drei verschiedene Typen handelt, allerdings aus anderen Erwägungen heraus^ wie wir später sehen werden. Auf Grund anderer talmudischer Berichte bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen. Nach ihnen kann als sicher angenommen werden, dass wir es in den erwähnten drei Pentateuchexemplaren keineswegs mit Musterkodices zu tun haben. Der Ausdruck ונמצאו scheint, wie schon oben erwähnt wurde, darauf hinzudeuten, dass von einem zufälligen Finden die Bede ist. Drei Pentateuchexemplare fand man in der Vorhalle des Tempels, drei Eodices, die sich durch ganz bestimmte Abweichungen auszeichneten; man erinnerte sich früherer Berichte und erkannte mit authentischer Gewissheit, dass Handschriften Vorlagen, die unter fremdländischem Einfluss geschrieben und durch irgendwelche Umstände in die Vorhalle des Tempels gebracht worden waren. Zu dieser Vermutung führt der Name der drei Eodices. 1.) jer. Jebamoth 1. 6 sagt B. Simon ben Eleasar: נומיתי לסופד הכותים מי נרם לבם לטעות דלית אתון דרשין בר׳ נחמיה דתני בשם ד נחמיה בל דבר שצריך למ״ד מתחילתו ולא •ניתן לו ניתן לו היא בסופו Ich sagte zu den Schriftgelehrten der Samaritaner1): Was verursachte Eueren L) Geiger will aus der Nachricht der Tradition jer. Megilla 1.9: אנשי ירושלים היו בותבין ירושלם ירושלמה ולא היו מקפידין והכוותה צפון צפונה תימן תימנה folgern, dass eine solche Vernachlässigung auch bei den Jerusalemiten üblich war. Zunächst ist es eine Verdrehung der Tatsachen, wenn Geiger zu schreiben wagt: ״also, die Jerusalemiten fügten das He locale an oder Hessen es zurück nach Beliebend Von einem Zurücklassen ist nirgends die Bede, kommt also für unseren Fall nicht in Betracht. Ausserdem wäre hiernach die Hinzufügung des He locale an einer Stelle, an der dasselbe in Wirklichkeit nicht vorhanden ist, aber zu erwarten gewesen wäre, vielmehr eine Genauigkeit der Jerusalemiten als eine Vernachlässigung. — Wie schon Geiger den Erklärer z. St. zitiert, handelt es sich hier überhaupt nicht um Setzung oder Weglassung des He locale, sondern die Jerusalemiten haben die Schlussbuchstaben nicht beachtet und auch am Ende eines Wortes mit!fern, Nun usw. die gewohnlichen Buchstaben angewandt. Den Grund für diese Erklärung hätte Geiger in den Worten des Erklärers suchen müssen (s. das.). Überhaupt steht es m. E. nicht fest, dass die Jerusalemiten eine solche Vernachlässigung sieh beim Abschreiben des Pentateuchs zu schulden kommen Hessen oder bei irgend welchen anderen profanen Schriftstücken. 4*