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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 51

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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45 nommen haben, so viele offenbare grammatikalische und sinnstörende Unrichtigkeiten in dem Text stehen zu lassen und auf die albernste Weise die Korrekturen an dem Hand anzumerken? Oder umgekehrt, hätte man sich nicht erlaubt, ein Wort im K. zu ändern, wie sollte man es gewagt haben, eine andere Lesart einzuführen, was doch noch weit wichtiger gewesen war? Gegen die Theorie, die Q. K. als Varianten aufzufassen, dürfte noch folgendes sprechen: 1.) Wie bereits Levita bemerkt, beziehen sich die Q. K. niemals auf die Vokalisation oder die Accente. Nun soll man nach Kimchi und seinen Anhängern annehmen, dass sich Verschiedenheiten in der Schreibweise der Wörter eingeschlichen hätten. Die Vokale und Akzente sind wegen ihrer unscheinbaren Grösse sicherlich bedeutend leichter zu verwechseln, bei ihnen hätten auf viel erklärlichere Weise Fehler Vorkommen können als bei jenen, im Vergleich zu diesen bedeutend grösseren. Aber selbst w׳enn man der Ansicht Kimchis zustimmen könnte, dass die auf der Hand liegenden Fehler, über deren Unrichtigkeit man nicht im Zweifel war, tatsächlich ausgebessert bat, und nur jene Varianten als Q. K. angemerkt wurden, über die man im Zweifel war, so hätte man doch auch bei den Vokalen und Akzenten im Zweifel sein können, welches die richtige Schreibung war, ob die in dem einen Exemplar Vorgefundene oder die in dem andern. — 2.) Hier ist derselbe Einwand zu erheben, den wir bereits oben bei dem Q. w. K. und K. w. Q. erwähnt haben, nämlich der Vergleich mit unseren heutigen Drucken. — 3.) Bei der sicherlich sehr grossen Anzahl von Kodices, die zur damaligen Zeit existierten, hätte es unbedingt Vorkommen müssen, dass drei oder mehr Varianten auftauchten. Es müsste ein ganz merkwürdiger Zufall gewesen sein, dass gerade an den Stellen, an denen ein Q. K. angemerkt wurde, nur zwei Varianten vorkamen, (Hezel, Versuch, S. 23, macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass wirklich drei oder noch mehr verschiedene Lesarten existiert haben müssen, weil die Übersetzer oft einer dritten Lesart folgen. Nachdem was ich § IV geschrieben habe, fällt dieser Beweis von Hezel allerdings weg, nichtsdestoweniger bleibt Punkt 3 meiner Ausführungen erhalten). 4.) Für die Gewissheit der Theorie spricht für Berthold der Umstand, dass ein grosser Teil der K. nach sicheren kritischen Begeh! geprüft, den Vorrang vor dem Q. behauptet. Glaubt Berthold denn

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