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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 48

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
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Nach den Worten Kimchis hätten wir also ausser den durch die Unmöglichkeit* der Entscheidung der Korrektheit entstandenen Q. K. einen Text vor uns, aus dem durch Esra und seine Genossen die Vorgefundenen Verstümmelungen und Ungenauigkeiten entfernt worden waren, und auf diese Weise konnten sie uns einen textus receptus überliefern; d. h. dass in den Zeiten vor der grossen Synode kein solcher vorhanden war, sondern erst die Synode hat ihn bis auf die Kleinigkeiten der Q. K. fertiggestellt, und diese Q. K. waren die Ergebnisse von Handschriftenvergleichung. Lässt sich aber diese Bedeutung der Q. K. als Varianten aufrecht erhalten? Gegen diese Theorie wendet sich zunächst Abarbanel in seiner Vorrede zum Buche Jeremja. Ausser den theologischen Gründen macht er zwei logische Einwände gegen diese Ansicht: 1.) Der Umstand, dass die Männer der grossen Synode nur die Vokalisation des Q. feststellten, dagegen die des K. vollständig verschwiegen, beweist, dass sie dem Q. den Vorzug gaben; folglich hätten sie konsequenterweise, ebenso wie sie bei den Lesarten, über deren Unrichtigkeit bei ihnen kein Zweifel bestand, verfahren sind, auch das K. ausmerzen müssen, oder sie hätten wenigstens das K. als Textlesart nehmen müssen. 2.) Wenn die Q. K. tatsächlich dadurch entstanden wären, dass die Schriften der heiligen Bücher durch die Länge der Zeit korrumpiert waren, dann dürften die Q. K. nicht nach ganz bestimmten Regeln resp. an bestimmten Stellen erscheinen, z. B. der Name יעוש steht dreimal im K. als יעיש (Gen. 36 zweimal und 1. Chr. 7.10), während in Gen. einige Verse später auch im K. יעוש geschrieben ist; das Wort צבדם (Gen. 10. 19, 14. 2, 14. 8) steht an diesen Stellen im K. anstatt mit einem Waw mit einem Jod; an 21 Stellen ist נערה nach dem K. ohne He geschrieben, während nur an einer einzigen Stelle (Deut. 22. 19) auch das K. ein He hat. *) Dass in diesen Fällen von einem Zufall die Rede sein kann, wird wohl niemand behaupten wollen. *) Mein Vater in seiner Einleitung zu Midrasch Lek ach tob auf Ruth (Inaug. Diss. Leipzig 1881, S. 40 Anm.) macht darauf aufmerksam, dass die Hypothesen Gesenius’, das Wort נער analog verschiedenen arabischen und vulgär-arabischen Formen als gen. comm. erklären zu wollen, nicht nur eine blosse Vermutung ist, sondern geradezu durch die Stelle Deut. 22.19 widerlegt ist, da dort im Text das Wort mit He geschrieben ist und auch diese

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