Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
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Die Bedeutung der Cieri-Kethib,*) ein Beitrag zur Geschichte der Exegese. Von Rabb. Dr. Simon Bamberger, Stuttgart. § VI. Können die Q. K. Varianten sein? In alter Zeit ist viel darüber gestritten worden, ob wir die Q. K. als Ergebnisse von Handschriftenvergleichung aufzufassen haben, als Korrekturen, oder ob sie noch eine andere Bedeutung haben könnten. Es ist dies eine Frage, deren Beantwortung heute noch nicht eine einheitliche ist, man ist sich bis jetzt noch nicht darüber klar geworden, ob der einen oder der anderen Meinung der Vorzug gebühre. Im folgenden sollen die Ansichten der Reihe nach besprochen und versucht werden, zu zeigen, welche von ihnen den Vorrang verdient. Von den jüdischen Gelehrten ist es zunächst R. Isak ben Moses ha-Levi (Ephodi)1), der die Q. K. als Ergebnis einer Kollation verschiedener Handschriften betrachtet, bei welcher man nach dem Grundsatz verfuhr, dass diejenige Lesart die richtige ist, die in den meisten Handschriften gefunden wurde. Ergab sich nun bei diesem Vorgang, dass die Männer der grossen Synode, die sich dieser Arbeit unterwarfen, die Korrektheit der einen oder der anderen Lesart nicht entscheiden konnten, dann schrieben sie die eine von beiden an den Rand, die andere mit den Vokalen der ersteren in den Text.;והנה הם ניב באותן ע* שנה של נלות בבל כבו התחיל להשיגם ההפסד והבלבול להתיאש האנשים מהם ומפני שהרגיש בוה השלם *) Fortsetzuug aus Jahrbuch XV, S. 217£f. ף Ein bekannter jüdischer Grammatiker, der von 1360—1412 lebte. Sein gram. Werk מעשה אפד, in dem er uns seine Ansicht mitteilt (S. 40), ist zum ersten Mal in Wien 1865 ediert worden.