Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3486266-3486299--8114-3494493- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
38 das Gesuch des Chacham Mosse Israel (3. Elul 5428/1668), der um Unterstützung für die Frau des Salomo Bison,1) welche von Amsterdam nach Jerusalem reisen will, bat, abgelehnt wurde.2) Die Reiseroute Hamburg-Palästina ging (ebenso wie die Geldüberweisungen) zu Lande über Deutschland nach Italien, wo wahrscheinlich von Venedig aus die Weiterfahrt nach Erez Israel erfolgte, nicht durch Ostdeutschland und den Balkan über Konstantinopel. Es war also ein ganzer Komplex von Verbindungen zwischen den Juden der Galuthgemeinde Hamburg und ihres Stammlandes Erez Israel und auch zwischen den jüdischen Gemeinden beider Länder vorhanden, der die Verbundenheit der Juden mit ihrem Lande und untereinander — trotz aller trennenden Grenzen — auch für die Zeiten aufzeigt, in denen ״Judesein“ noch ״ausserhalb der bürgerlichen Gesetze stehend“ hiess — und in denen trotzdem das Bewusstsein der jüdischen Solidarität lebendig war. *) Zur Farn. Bison s. Grupwald, S. 121 Sp. 2, Anm. 7. *) C VI, S. 65.