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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 42

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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36 überwiesen, ״damit dieser nach mosaischem Rechte (Din de Israel) darüber verfügt und ihnen eine ordnungsmässige Quittung darüber zustellt. “ (5419—5421)* *) Bereits zu Anfang dieser Arbeit brachten wir die Worte eines christlichen Reisenden, der davon sprach, dass alte Juden nach dem Heiligen Lande zogen, um dort zu sterben. Dieser Zug lässt sich durch die ganze Geschichte des Galuth verfolgen, ln Zeiten drückender Not und grosser Verfolgungen verstärkte sich dieser Zug, in Zeiten relativer Sicherheit und relativen Wohlstandes wurde er stets schwächer, ohne jedoch jemals ganz zu erlöschen. Die Sabbatai Zwi-Bewegung,2) deren Höhepunkt das Jahr 1666 gewesen war, war ganz palästinozentrisch gerichtet gewesen; sie hatte die Gemüter der ganzen jüdischen Welt erregt und sie für einen freilich sehr kurzen Moment in den Glauben versetzt, die Erlösung aus allen Qualen und Leiden des Judeseius unter Nichtjuden und des Galuth stände nahe bevor. 3) Der Wille, nach Erez Israel zu gehen und dort auf die Erlösung zu warten, war durch diese Bewegung wieder aufgefrischt und stärker geworden, umsomehr, als die wirtschaftliche und politische Schwäche der Juden von ihren Gegnern sehr ausgenutzt wurde. Bei vielen blieb der Wille, nach Erez Israel zu gehen, nur im Wunsche bestehen, kam aber nicht zur Ausführung; so bei dem Gegner des Sabbatai Zwi, Chacham Jacob Sasportas,4) der, nach- ף C UI, S. 281J82, C IV, S. 325; 343. *) VgL Graetz, Gesch. d. Jud. X, 222 ff.; sowie Note 3; Dubnow, Weltgeschickte VII, 48 ff. s) Wie stark dieser Glaube war, ersieht man u. a. daraus, dass die sephardische Gemeinde in Hamburg am 26. Adar 5426 (C VI, S. 6—7) beschloss: ״die Hauser der Gemeinde durch Anschlagzettel zum Verkauf anzubieten...., um .... uns zu dem Wege bereit zu machen, den wir mit der göttlichen Hilfe bald zu gehen hoffen4‘. — Über ähnliche Absichten der Juden in Bayern im J. 1666 berichtete M. Weinberg in der Bayr. Isr. Gemeindeztg. 1928 Nr. 1, S. 2—3 unter dem Titel ״Episoden aus der Geschichte der Juden in Bayern“ in dem Abschnitt: das Messiasjahr 1666, wo berichtet wird, dass Juden in Bayern bereit waren (S. 3) ״ihre Aussenstände einzuziehen .... im Hinblick auf die bevorstehende Auswanderung ... und ihr liegendes Besitztum zu liquidieren44, s. ferner Graetz, Gesch. X, S. 227; 229 (Avignon); Dubnow Weltgesch. VII, 60 (Hamburg) ff. 4) Über ihn s. 0 V, 284; 289; 294. Grunwaid, S. 122, Sp. 2, Anm. 3; C VI, 9, ferner JE XI, 65-66,

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