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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 41

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 41)
Language
German
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35 tigkeit darlegte“, darauf ״Hess man [ihm] 6 Btl. geben, nämlich 4 als Unterstützung und 2 für seine Unkosten.“1) Dann erschien in Hamburg ״Jacob de Campos 2 *) ans Jerusalern“, der ״um Unterstützung für seine Familie sowie zur Yerheiratung seiner Tochter bat“, am 25. Nissan 5421/1661. ״Da sieb der Genannte in Veranlassung des Pascoa de Pessach eine längere Zeit hier (d. h. in Hamburg) aufgehalten hatte, liess man ihm den durch die Verordnung festgesetzten Betrag von Btl. 4 sowie zur Bestreitung seines hiesigen Aufenthalts Btl. 6 behändigen.“^) Im Jahre 5425/1665 (am 27. Nissan) wurden ״einem Chacham ans dem heil. Lande ... 5 Et. als Viaticum gewährt“.4) In allen angeführten Fällen und Verhältnissen, die wir hier vorgeführt haben, war das Galuth der gebende und Erez Israel der nehmende Teil: ein naturgemässer Zustand, solange die Lage der Juden in Erez Israel eine so schlechte war. Das Galuth aber war weiterhin noch durch andere Bande mit Erez Israel verknüpft: die sephardische Emigration aus der Pyrenäen*Halbinsel hatte sich überall hin verstreut, die Glieder der einzelnen Familien waren durch Schicksal, Wanderung und Not auseinandergerissen, aber es lebte in ihnen das Bewusstsein ihrer Zusammengehörigkeit, das dadurch noch verstärkt wurde, dass sich überall Familien befanden, deren Mitglieder von Erez Israel und Afrika im Süden bis nach den Niederlanden, England und Hamburg im Norden, verstreut und verschlagen waren. Eine solche Familie war die der Mendez. die sowohl in Hamburg wie in Erez Israel vertreten war. Die in Jerusalem (ohne Erben) verstorbene Hanna Mendez5) hatte nur in Hamburg erbberechtigte Anverwandte, und deshalb wurde deren Nachlassenschaft (in barem Gelde) wieder über Venedig nach Hamburg von Jacob und Joseph Aboab in Venedig (den Söhnen des obengenannten Samuel Aboab) an den Vorstand in Hamburg ף C IV, S. 318. 2) Die Familie de Campos war auch in Hamburg vertreten: Grunwald a. a. 0. S. 105; sowie C IV, 348, 364; C III, S. 267. ף C IV, S. 348. ף C V, S. 268. 5) Über die Familie Mendez in Hamburg s. Grunwald a. a. 0. S. 116, der dort Sp. 2, Anm. 3 auch einen Abraham Mendez erwähnt, der von Nizza nach Jerusalem gewandert ist (5413/1653). 3*

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