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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 39

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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33 und hierbei selbstverständlich — da sie den Spuren der Sendboten folgten — auch Hamburg nicht beiseite liessen. Der erste Fall dieser Art kam im Jahre 5417/1657 vor, als der palästinensische greise Gelehrte und Babbiner Benjamin ben Meir halevi — ein Aschkenasi — am 5. Ab als ״Haham ans dem Heiligen Lande .... das Unglück, das seinem Sohn widerfahren44 war, vor dem Vorstand darlegte. ״Um diesen wieder— anscheinend aus einer Gefangenschaft — freizusehen, sei er gezwungen, in seinem Alter durch die Welt zu ziehen, um etwas Lösegeld zusammenzubringen.“ Das traurige Schicksal dieses schwergeprüften Vaters und angesehenen Gelehrten erschütterte. »Der Vorstand bewilligte ihm 100 Mark aus der Gemeindekasse, erteilte ihm auch die Erlaubnis — die sonst kaum jemand gewährt wurde, und besonders keinem Fremden — in der Gemeinde zu predigen, wobei es den wohltätigen Personen gestattet sein soll, nach Belieben für ihn zu spenden.“1) Der Kabbalist R. Benjamin ha levi verdiente diese Auszeichnung wirklich, die ihm durch die Erlaubnis, in der Gemeinde predigen zu dürfen, zuteil geworden war. Sein Schicksal als Gelehrter und als Vater war sehr schwer. Er war einer der Schüler des Ari (des Kabbalisten Isaak Lnria)*) und der Lehrer des frommen Babbiners David Chabilio3) (חאביליו) gewesen; beide hatten beschlossen, ihr Leben in Jerusalem zuzubringen, aber die furchtbare Bedrükkung scheuchte sie von dort, und sie wurden beide gezwungen, zum zweiten Mal in das Galuth zu gehen, dem sie gerade entronnen waren. Sie starben beide ausserhalb Erez Israels: David Ghabilio in Smyrna und Rabbi Benjamin ha-levi in einer Stadt nahe bei Aram Zoba (ארם צובה Aleppo). Auf seinerWanderung durch das Galuth war letzterer in Venedig auch mit dem berühmten Mose Zakuto zusammengetroffen und hatte auch diesen zu seinem Schüler gemacht.4) Er hatte einen Sohn Salomo, der mit einer Tochter des Jonathan Galanti verheiratet war, zuerst wohnhaft in Jerusalem und ף C II, s. 205. י) Über diesen s. Graetz, Gesch. IX, 437ff.; Dubnow, Weltgesell. VI> 64 ff.; 162 ff. 8) Über David Chabilio s. Framkin-Riwlin S. 34, Nr. 15. 4) Über Benjamin ha-levi s. Fftimkin-Riwiin, S. 29, Nr. 4. Jahrbuch der J. L. G, XXI. 3

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