Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Hebron 1× ep/1047559
- Safed 1× ep/1046078
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32 die hiesigen Verhältnisse aber kläglich seien.1״) Das einzige Mal, wo ein Sendbote aus dem heiligen Lande mit leeren Händen aus Hambnrg zurückgeschiekt wird, ist hier verzeichnet: aber es verdunkelt doch nicht den Eindruck, den die ständige Gebebereitschaft der Gemeinde für Erez Israel auf jeden unbefangenen Beobachter ihrer Geschichte macht. Dass dieser Fall nur einmalig, ersieht man bereits daraus, wie die zwei Sendboten der aschkenasischen Gemeinde in Jerusalem — die am 4. Ijar 5426/1666 vor den Mahamad (Vorstand) traten — abgefertigt wurden. Diese zwei Sendboten, mit Namen Rabbi Nathan ben Rafael und R. Mordechai Aschkenasi — die uns nicht weiter bekannt sind — zeigten ein ״Empfehlungsschreiben aus Jerusalem vor, welches überdies die Unterschriften der Gemeinden anderer auf der Reise berührter Ortschaften“ trug, ״in welchen um Hilfe für die Gemeinde der Tudescos in Jerusalem gebeten wird. Da hier bekannt ist. dass man ihnen in Amsterdam 300 fl. für jene Gemeinde und fl. 30 für sie persönlich gegeben hat, gewährte ihnen der Mahamad 25 Rt. für den erstgenannten Zweck sowie 4 Rt. als persönliche Unterstützung.“2) D. h. die aschkenasische Gemeinde in Jerusalem wurde von den Sephardim Hamburgs nicht im Stich gelassen, sodass der Eindruck, der durch das einmalige Verweigern einer Unterstützung erweckt werden könnte, ein ganz falscher wäre. Safed, Hebron und die Jerusalemer Gruppen (der deutschen und der übrigen dort wohnenden Juden) waren die drei palästinensischen Gemeinden, deren Boten in Hamburg verzeichnet sind. Jede Gemeinde ging einzeln vor — in dieser Beziehung war unzweifelhaft die Gefahr einer Zersplitterung vorhanden. Aber diese Boten aus Erez Israel stellten den lebendigen Zusammenhang zwischen dem Galuth und dem ״Lande der Väter“ her. Neben dieser ständigen Verbindung, die zwischen den Gemeinden Erez Israels und der Gemeinde Hamburgs bestand, neben diesen ״Sendboten“ der Gesamtheit der palästinensischen Juden, gab es noch einzelne Unglückliche und Verelendete aus Palästina, die für sich oder für ihre Angehörigen Gelder aufzubringen hatten, 0 C IV, S. 364. *) C VI, S. 15.