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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 35

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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29 R. Isaak Feisch hatte in der Jeschiwah zn Jerusalem gelernt. Er war ein Neffe des R. Samuel Gaon, des Vaters des berühmten Kabbalisten Isaak Gaon;1 2) zuerst hatte er in Safed gewohnt und war dann nach Jerusalem übergesiedelt, wo er auch verstorben ist.-) Nach diesen beiden Sendboten der ascbkenasischen Jaden Jerusalems traf in Hamburg am 20. Tischri 5419/1659 ein Schreiben der Juden Hebrons ein, ״in welchem sie um Beihülfe zur Bestreitung der grossen Ausgaben jener heiligen Stadt bitten.“ Um nämlich die Gemeinden zur Übersendung von Geldern speziell von Hebron zu bewegen, ״haben sie [die Juden von Hebron] als ״Saliach“ den Haham Jeuda Ciff (?) 3) abgesandt, welcher in Amsterdam eingetroffen ist, von wo aus er jenen Brief nebst einem Beglaubigungsschreiben aus Jerusalem und einem Empfehlungsbrief von Abraham Pereira4 *) in Amsterdam eingeschickt hat.tt Es wurde seitens des Vorstandes ״beschlossen, ihm [dem Ghacham aus Hebron] in Venedig 30 Dukaten banko anzuweisen und in diesem Sinne dem Saliach und dem Abraham Pereira zu antworten.445) Der Druck, der auf den Juden Hebrons lastete, war auch sehr gross; auch hier übten die Paschas eine unselige Herrschaft aus. Der Druck wurde allmählich so gross, dass sogar einzelne Juden es vorzogen, Hebron zu verlassen und auszuwandern. Zu diesen gehörte der Rabbiner Serachia ben Schnear ihn .Guta (ך גומה), ein sephardischer Jude, ein Verfasser vieler handschriftlich vorhandener Schriften, der von Hebron nach Ägypten zog, dort 1648 verstarb und 1650 nach Erez Israel überführt und dort beerdigt wurde.6) Dessen Sohn, Nathan ibn Guta, war es, der am 1. Elul 5419/ 1659 als ein ״Abgesandter aus Jerusalem“ ״Briefe aus jener Heiligen Stadt“ überreichte, ״in welchen, wegen der dort herrschenden Not, um Unterstützung gebeten wird. Die Gemeinde daselbst sei 1) Über diesen s. bei Frumkin-Riwlin a. a. 0. S. löff. 2) Über Isaak Feisch s. Frumkin-Riwlin, S. 46 Nr. 10. 8) Der Name ist undeutlich geschrieben, wie es ja auch aus der Anm. C III, S. 242 hervorgeht. *) Über die Familie P. in Hamburg s. Grunwald a. a. O. S. 121. ף C III, S. 242. 6) s. Frumkin-Riwlin, S. 31, Nr. 8 und 9.

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