Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
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24 meinde, mit alten Synagogen und einer berühmten Druckerei (aus der hebräische, heute noch typographisch wertvolle Frühdrucke hervorgegangeu sind). In Venedig befand sich auch die Zentralkasse für die Gefaugenenauslösuug (פדיון שבוים), deren Beamte: die Deputierten der Auslösungskammer zu Venedig (Deputados de camara de cativos de Veneza)* *) hiessen. Hierhin überwiesen die dafür eingesetzten Gabbaim (die in Hamburg und wohl auch anderwärts mit den Palästina-Gabbaim identisch waren) die jährlichen Beiträge aus der Gemeindekasse und zufällig einlaufende Geldsummen aus anderen Quellen. 2) Der Leiter der Palästinakasse und der Verwalter dieser Gelder in Venedig war wohl um die Mitte des 17. Jahrhunderts der aus Hamburg (1610) gebürtige Rabbiner Samuel b. Abraham Aboab3) (רש״א), einer der grössten Widersacher des Sabbatai Zwi und seiner messianischen Bewegung, der ״Ab beth din“ von Venedig. Nach R. Samuel Aboab scheint ein gewisser Manoel Valencim4) einer der Venediger Kassenverwalter gewesen zu sein; 54225) und 54286) werden ihm nach Venedig die Gelder für Erez Israel (״für Terra Santa sowie für Saphet“) überwiesen. Es ist interessant, dass die Versicherung für den Transport des Geldes von Italien nach Erez Israel von den Spendern getragen wurde, wie die Eintragung (vom 13. Tischri 5428) ausweist ״da dieses Geld in bar zur Versendung *) C I, S. 51 u. a. a. 0.; 8. auch Grunw. a. a. 0. S. 24; vgl. C III, S. 275 *) So hatte Abraham Texeira eine Stiftung hinterlassen, deren Zinsen für Pidjon Schwujim verwandt werden sollten; s. Grunw. a. a. 0. S. 24, Anna. 1. — Zuletzt s. über die Organis. der Gefangenen au slösung S. Bernstein im Hazofeh (hebr.) 1929, XIII S. 355-357. — vgl. C VI S. 11. 8) C 11, S. 178; über seine Söhne Jacob und Joseph Aboab in Venedig, die sich auch mit der Übersendung von Geldern (freilich von Erez Israel nach dem Galuth z. B. aus Testamenten und Nachlässen dort Verstorbener) befassten, 8. C III, S. 281(82; C IV, S. 325, 343. Über Samuel Aboab selbst s. Jew. Enc. I, 75; jüd. Lex. I, 33; Steinschneider, Katalog d. Bodl. 2401, 6994 (״natus Hamburg A. 1610“); Enc. jud. (Eschkol) I, Sp. 341—42. Er war Verfasser des 1702 in Venedig gedruckten דבר שמואל. Jew. Enc. I 75 gibt als seiuea Geburtsort Venedig au, aber aus der Vorrede zu dem דבר שמיאל er־ gibt sich, dass er aus Hamburg stammt. 4) Über die Farn. d. M. Val. s. u. S. 31, Anm. 3. ף C IV, 358. 6) C VI, 45.