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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 27

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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21 die beste Quelle sind und ausreichendes, bisher für diesen speziellen Zweck noch nicht ausgeschöpftes Material darbieten. Es gab verschiedene Quellen in der Gemeinde, aus denen Gelder für Palästina flössen. Sie gingen an den Gabbai d’Erez Israel (גבאי דא״י), dessen Funktion in jedem Vorstand oder jeder Verwaltung einer jüdischen Gemeinde— wenn sie darauf Anspruch erheben wollte, eine jüdische zu sein — vertreten war. Gleich bei der ersten Wahl — die vom Siebenerkollegium der neu zusammengefassten portugiesisch-jüdischen Gemeinde Hamburgs am 25. Elul 5413 (1653) bald nach der Einführung der neuen Statuten vorgenommen wurde — wurde ״zum Gabbai für Jerusalem und in Gefangenschaft Geratene besonders: Jacob Abäs“1) gewählt. Nach einem späteren Beschluss (vom 6. Tischri 5415/1654) sollte dieses Amt immer der jeweils ausscheidende Armenpfleger (Gabay de Sedaca) erhalten.2) Nach Jacob Abäs waren Gabae Erez Israel: Abraham Lumbroso (gewählt 6. Tischri 5415; später zusammen mit Izaque Namias am 3. Kislew 5415/1654 zum ״Administrator für die Armenpflege der Tedescos“ ernannt),3) David Benveniste (״Gabay für Terra Santa, Auslösung Gefangener und Jerusalem laut der getroffenen Vereinbarung,“ gewählt am 28. Elul 5415),4) Jose ph Penso, David Oeb und Abraham Gomez Henriquez (gewählt am 28. Elul 5416 und wiedergewählt am 26. Elul 5417).5) Für das Jahr 5424/1664 wurde Ishaq Cohen (am 27. Elul 5423/ 1663)6) zum ״Gabay für das heilige Land und Jerusalem“ gewählt; guten Einblick in die Arbeit und das Wesen einer jüdischen aepbardisehen Gemeinde des 17. Jahrh. (die von dem Typ einer aschkenasisehen Gemeinde derselben Zeit garnicht so verschieden ist, wie man annehmen könnte). — C III, S. 242, C V, 240 u. a. a. 0. werden ״Rechnungsbücher״ erwähnt; diese würden, wenn sie erhalten wären, auch Material für unser Thema enthalten. 0 C I, S. 32; über die Familie Abäs s. M. Grunwald, Portugiesengräber auf deutscher Erde, S. 94. 2) C I, S. 44. 3) C I, S. 44; 47; über die Familie L. s. Grunwald a. a. 0. S. 115. 4) C I, S. 54: über ihn und seine Vam. s. Grunwald a. a. 0., S. 98 Sp. 2; dort Anm. 4. 6) C II, S. 185; 210 — Penso Pingo; Grunw. a. a. 0. S. 121; Oeb a. a. 0. S. 119; Gomez a. a. 0. 8. 36: Abr. Gomez Enritjuez; S. 111. (Fam. Gomez s. C V 289). 6) C V, 239; über die Fam. C. s. Grunw. S. 101—02.

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