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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 451

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 451)
Language
German
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IRI
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379 Bemerkung zum ״Jugendunterricht in der Berliner jüdischen Gemeinde während des 18. Jahrh.“ (Jahrbuch XIX. 1928, S. 39ff.) Der Verfasser obiger Abhandlung, M. Stern, berichtet S. 52ff. über die famosen ״Vorschläge, die der Potsdamer ״Judenschulmeisterw Levin Joseph 1772 in einer Immediateingabe an König Friedrich II. vorlegte“. Im folgenden Jahre (1773) nahm der genannte Schulmeister, dessen Vorschläge abgewiesen wurden, die Taufe. Näheres meldet ein Bericht, den ich im ״Hildesheimer Relations-Courier“ Anno 1773, Nr. 30 (Donnerstagischer, vom 11• März) fand. Daselbst wird nämlich aus Berlin (vom 6. März) mitgeteilt: ״Am verwichenen Busstage verrichtete der Herr Prediger Oelrichs, in der Dorotheenstädtischen Kirche, bey zahlreicher Ver- Sammlung, die Taufhandlung eines von ihm in der Christlichen Religion unterrichteten jüdischen Lehrers, Levin Joseph, genannt. Er ist eines Mährischen Rabbinen Sohn, aus Hollischan gebürtig, 33 Jahre alt, hat zu Berlin und Frankfurt am Mayn einige Jahre den Talmut (sic!) studieret, und hernach sowol zu Berlin als Potsdam die Jugend 12 Jahre lang unterrichtet. Ihro May. die Königin und die Prinzessinnen des Köiugl. Hauses haben die Gnade gehabt, bey dieser Feyerlichkeit die Taufzeugenstellen vertreten zu lassen, und werden ihm die Namen Christian, Heinrich, Ferdinand, Friedrich Neustadt beygeleget“. Dr. Lewinsky, Hildesheim• Die interessante Mitteilung A. Lewinsky’s lässt keinen Zweifel daran, dass der Potsdamer Privatlehrer (Judenschulmeister) Levin Joseph bald nach Abweisung seines Erziehungsplanes sich taufen liess. Wie wir erfahren, stammte er ans Holleschau und war der Sohn eines Rabbiners. Gewöhnlich ist den Behauptungen von Täuflingen jener Zeit, selber Rabbiner zu sein oder aus einer

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