Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 397)
- Language
- German
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224 aufnehraen und nahm den Gaon muhrr Efraim Luntschitz, den Verfasser des Oleloth Efraim noch zu Lebzeiten des Gaon Mhrl als r. m. auf. Das verdross muhrr Bezalel sehr — denn besser hundertmal den Tod als einmal Eifersucht zu erleiden —, er zog darum nach der heiligen Gemeinde Kelin (Kolin) und gründete dort eine Jeschibah; hier wurde er zur himmlischen Jeschibah einberufen im Jahre 360 d. kl. Z. (1600), auf dem Grabmale ist diese Jahreszahl angedeutet durch die Worte: harab Bezalel d. i. 360 der kl. Z. Nach R. Israel Sarug und auf Grund einer Begebenheit. Dieser R. Bezalel hatte eine Tochter namens Lipet, die war verheiratet an den Gaon muhrr Pinchas halevi Horowitz; sie hatte keine Kinder. R. Bezalel hinterliess auch zwei Söhne muhrr Menachem und muhrr Samuel. Muhrr Menachem starb jung noch zu Lebzeiten seines Grossvaters, des Gaons Mhrl; muhrr Samuel wurde sehr alt, er lebte in Reichtum und grossem Ansehen, er war Primas hier in Prag, gross durch sein Thorawissen und seine guten Werke, von seinem Grossvater dem erwähnten Gaon geliebt wie sein eigener Augapfel. Vor seinem Hinscheiden versprach der Gaon ihm die für seinen Vater hier in Prag vorbereitete Grabstätte zu vererben, er hatte nämlich drei Grabstätten nebeneinander gekauft, für sich, seine Frau und seinen einzigen Sohn muhrr Bezalel; da dieser aber nicht hier, sondern in Kolin begraben ist, sollte eben sein Sohn Samuel seine Grabstätte erben. Im Jahre 415 d. kl. Z. (1655) starb muhrr Samuel, in seiner Todesstunde waren alle Mitglieder der Chewra kadisclia gomle chassadim bei ihm und er sagte ihnen, sein Grossvater, der Gaon Mhrl, habe ihm versprochen, dass er anstatt seines Vaters mit ihm im Grabe vereint sein solle. Diese erwiderten ihm, dies sei unmöglich, der Platz sei durch den Bau des Denkmals so eng geworden, dass es unmöglich sei, einen so grossen und starken Mann dort zu begraben. Er befahl ihnen hierauf, sie sollten das Grab für ihn noch bei seinen Lebzeiten bereiten, sollten sie sehen, dass der Raum zu eng sei, so mögen sie den Gaon um Verzeihung bitten, er möge sich einschränken, damit au seiner Seite Raum werde für das Grab seines Enkels und so sein Versprechen erfüllt werde. Daraufhin erweiterte sich der Raum, so dass er bequem dort beerdigt wurde, dann wurde der Platz wieder so enge wie zuvor; es wur nicht möglich ihm ein staudesgemässes Grabmal m