Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 394)
- Language
- German
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321 mal auf dem Friedhofe in Prag. Sein Enkel, der obenerwähnte R. Chajim, hatte drei sehr angesehene Söhne: R. Bezalel, R. Jakob und R. Helmann, ihre Seele verlangte sehr danach in Polen bei dem Gaon Mhrschl und den anderen Gaonim des Landes zu lernen; da gab er seinen beiden Söhnen R. Jakob and R. Helmann die Erlaubnis, nach Polen zu ziehen, der erstgeborene R. Bezalel sollte seinen Vater bedienen und so geschah es. Als sie zurückkehrten übervoll mit Thorawissen, da klagte der Erstgeborene, R. Bezalel bitterlich, warum der Vater nicht ihn habe nach Polen ziehen lassen, da er doch viel scharfsinniger sei als jene. Da segnete ihn der Vater mit folgendem Segen: ״nachdem Du mich bedient hast, so gebe Dir Gott, dass vier Leuchten von Dir ansgehen״. So geschah es auch, es entstammten ihm vier Gaonim. Der Älteste ist der Gaon muhrr Chajim A.B. D. der Gemeinde Friedberg, der die Bücher Sefer hachajim, igereth hatijul, wikuach majim chajim, Noten zum Buche thorath chathath des Gaon R m 0 verfasst hat. Der Zweite ist der Gaon muhrr Sinai, der resch methibtha hier in Prag war und hernach zum A. B. D. und Resch methibtha in der heiligen Gemeinde Nikolsburg und der ganzen Provinz Mähren aufgenommen wurde. Der Dritte ist der Gaon muhrr Simson, der A. B. D.f der heiligen Gemeinde Kremnitz. Der Vierte, der Jüngste, ist der Gaon muhrr Jehuda Liwa, der A. B. D. der heiligen Gemeinde Prag. Der Gaon M h r 8ch 1, 8.1. erzählt viel zu ihrem Ruhme und am meisten zum Ruhme des Gaon M h r 1 miprag. Du findest es in den Responsen des Mhrschl, auch der Gaon Mhrl bringt in seinem Buche nethiboth olam alles deutlich, suche es dort, und du wirst es finden. Von meinen Vätern habe ich gehört, dass er im Alter von 32 Jahren unter besonderen Umständen eine Frau nahm. Er war nämlich mit der Tochter des Vorstehers k m r Samuel, Sohn R. Jakobs verlobt, der ein Grosser seiner Zeit war durch Reichtum, Vermögen und Ansehen und auch enge Beziehungen zum Hofe hatte; dieser, ״reich Schmelke“ genannt, schickte ihn auf seine Kosten nach Przemysl, um beim Gaon Mhrschl zu lernen. Schmelke hatte selbst einen sehr angesehenen Sohn in Przemysl namens Je- 21 Jahrbuch der J. L. G. XX.