Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 357)
- Language
- German
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284 schlossen ist aber auch nicht die Ansicht, dass das erwähnte Wort bedeutet: Ich habe diese Abschrift gefertigt. In diesem Falle wäre ß. Isaak der Verfasser des Werkes, von dem Elchanan eine Kopie Vorgelegen hat. Hiermit wäre auch ohne weiteres das ungefähre Entstehungsfahr 1240 für unser Mscr. gegeben. Gegen diese Annähme spricht aber einigermassen die Umständlichkeit in der Ausdrucksweise des angeführten Passus, die Erwähnung des Mittelsmannes und vor allem der Ausdruck עשיתי für den wir העתקתי oder כתבתי erwarten müssten. Immerhin können wir nach dem Schriftcharakter als Entstehungszeit des Mscr. das XIII. Jahrh. annehmen. Der Fuldaer Bibliothekar Keitz macht (1858) im Buche den Vermerk, dass es im XIV. Jh. geschrieben sei. Er käme also unserer Annahme ziemlich nahe. Das Buch hat als Nachschrift die Worte נשלם מעט מיסודי יצירה נתחיל ספר ספירה.... Die. drei letzten dieser Worte wurden ausradiert, dann aber (offenbar vom ersten Schreiber selbst) wieder aufgefrischt. In den beiden Hauptkapiteln werden Probleme und Rätsel des gttl. Schöpfungswerkes und einige astronomische Dinge behandelt. Vgl. zu diesem Mscr. das weiterhin mit der Signatur Bai gekennzeichnete. Von den bei Benjakob s. v. angeführten bekannten liandschriftlichen Erklärungen zum sefer j’zirah scheint keine mit der unsrigen identisch zu sein. A5) Gebetsordnung für die Mitternacht. Pergament. 24 cm hoch, 20 cm breit. Hervorragend schöne Schrift und Ausstattung; geschrieben wie das Facsimile eines Druckwerkes aus Jerusalem; das Titelblatt insbesondere ganz nach Art des Buchdruckes 11 Blatt, davon 20 paginierte Seiten. Geschrieben 1727 von Jakob Sohn des Mendlin Köt (קעט; Koethen?). Ort wird nicht erwähnt*, doch werden Meir Emden und Moses Gans als damalige Vorsteher der hl. Brüderschaft genannt.— Der Katalog gibt irrig das XIV. J11. als Entstehungszeit an.