Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 352)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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״Dieser Codex (Fuldensis) ging von erwähnter (im Codex eingezeichneter, W.) Judenfamilie an eine andere in Falda ״an der Treppe1״) genannt und von dieser an die (Familie) Snssmann durch Erbschaft über, von welchen er i. J. 1778 nm 83 Gulden für unsere Bibliothek gekauft wurde“. So referiert der Katalog über die Schicksale des Buches. A2) Pentateachkommentar des rabbi Moses ben Naehman (Kambaa). 26 cm hoch, 22 cm breit. 301 Blatt; zum Teil Pergament, zum Teil pergamentartiges Papier. Fester Holzband. Sorgfältig und schön geschrieben und vortrefflich erhalten. Text beginnt auf Blatt lb mit Einleitung des Verf. zum Kommentar und endigt Bl. 301a. Es schliesst sich das Gebet an, das er verrichtete, als er i. J. 1267 am Tempelberg in Jerusalem stand. (Vermutlich ältere deutsche) Kursivschrift. Der Katalog gibt das XIII. Jh. als Entstehungszeit unseres Codex an, ohne ersichtlichen Anhaltspunkt. Vielleicht missverstand er die Bedeutung der dem ebengenannten Gebet vorausgestellten Jahreszahl 1267 (5027) und bezog sie auf die Zeit des Schreibers? Geschrieben etwa um 1350*1400 ־־־. Bibliothekvermerk im Buch: Sum ex libris Petri Boehmi Benedictini Fuldensis. — Also ursprünglich Privatbesitz des ersten Bibliothekares Boehm. A3) Sammelband. 33 cm hoch, 26 cm breit. Durchweg Pergament. 148 Blatt. A3) 1. Rasohikommentar zu den ersten und letzten Propheten Bl. 1—116: In Raschischrift. 2-kolumnig. Beginnend auf Bl. la. Vor dem Anfang standen ursprünglich noch Notizen, die jetzt nicht mehr lesbar sind. Der Codex enthält zahllose variae lectiones gegen unsere Drucke, Ganz am Schlüsse, hinter den ״kl. Propheten“, wird ein Teil der zu Habakuk II, 3 gebrachten Erklärung Raschis mit einigen Abweichungen und dem Zusatz des Schreibers: והרב המה במו בך בקונטריסין wiederholt. Kursivschrift; offenbar deutsch. Der Katalog enthält als Zeitangabe das XIV. Jh.; ein direkter Anhaltspunkt ist zwar im Band nicht gegeben, die Vermutung mag aber stimmen. J) Diese Familie blüht noch heute in Fulda unter dem Namen ״Trepp“.