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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 343

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 343)
Language
German
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IRI
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270 Dr. Hertz statt. Nachdem die ״Schul“ fertig war, importierte man von England einen berühmten ״ .חזןEs regnete Sovereigns“, da jeder den andern im Spenden übertrumpfen wollte, sodass die finanzielle Lage der Gemeinde zu dieser Zeit besser war als die der Gardens-Schul. Späterhin trat eine Spaltung im Vorstand der Gemeinde ein. Der Schatzmeister, der zum Präsidenten gewählt worden war, war der Meinung, dass man infolge der schlechten Zeiten sich nicht mehr den Luxus eines teuren חזן leisten könnte. Ein neaer Vorstand wurde gewählt und bald stellte es sich heraus, dass die finanzielle Verwaltung vom Schatzmeister nicht ordentlich geführt worden war, weshalb Neuwahlen stattfanden, bei denen der Pariament8abgeordnete Morris Alexander zum Präsidenten gewählt wurde. Heute umfasst die Gemeinde mehrere hundert Mitglieder. Ihr Name ist ק״ק אגודת אחים (Gemeinde Brüderbund), englisch New Hebrew Congregation. Sie hat einen besonderen Friedhof und eigene Chewrah Kadischah (heilige Bruderschaft). Unter ihrer Aufsicht stand auch eine Talmud Torah1). IV. Das Judanviertei in Kapstadt und das neue Beth Hamidrasch2). Auch Kapstadt hat sein Judenviertel. Hier lassen sich die jüdischen Einwanderer, ״die Grünen“, zuerst nieder. Von hier beginnen sie den Handel und arbeiten sich langsam empor. Viele haben es schon zu Reichtum gebracht und sind nach Jahren von dort in die besseren Gegenden verzogen. Im Judenviertel wohnen auch die sogenannten ״coloured“ (eine Mischbevölkerung yon Europäern und Eingeborenen) und die ״armen Weissen“, die ärmere Bevölkerungskiasse. Sehr ungesunde WohnungsVerhältnisse herrschen *) Hoffman a. a. 0., Cape Times 24.-25. Sept. 1902. *) Über das neue Beth Hamidrasch s. Hoffman S. 170, ׳ראפארט Kapstadt 1914,1920. Vor Errichtung dieses Beth Ham. spielte das im Jahre 1897 in der Baitenkantstr. erbaute alte Beth Ham. eine grosse Rolle. Infolge Zwistigkeiten gingen viele Mitglieder zum neuen über, aber das alte existiert noch beute. Andere gottesdienstliche Stätten in Kapstadt sind das Poniviescher and ein Chassidisches Minjan. (Hoffman S. 17lf.)

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