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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 342

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 342)
Language
German
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IRI
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269 verbrachte seine Jugendjahre mit ״Lernen“. Über England kam er im Jahre 1873 nach Südafrika, liess sich in Kapstadt nieder und begründete die bedeutende Firma Liberman und Buirski mit Zweigniederlassungen in Robertson und Swellendam (Kapprovinz). Seit 1900 war er Stadtrat und Vorsitzender des städtischen Finanzkomitees. Von 1904—07 bekleidete er den hohen Posten eines Bürgermeisters von Kapstadt, war Friedensrichter, Vorsitzender des Somerset Hospital - Komitees, Mitglied des Hafenrats und der Handelskammer in Kapstadt, Vicepräsident und Schatzmeister der öffentlichen hebräischen Schule, Präsident der jüdisch-philantropischen Gesellschaft und Mitglied zahlloser anderer Handels- und wohltätiger Vereinigungen. Während der Zeit seiner Bürgermeistertätigkeit empfing er viele königliche und fürstliche Besucher. Er starb am 23. Juni 19231). III. Aus der Frühgeschichte der zweiten Kapstädter Gemeinde. Die obengenannte ״Gardens-Schul“, die noch bis auf den heutigen Tag von den jiddisch sprechenden Kreisen der jüdischen Bevölkerung Kapstadts, den sogenannten ״Grünen“ (d. h. Neuankömmlingen) ״englische Schul“ genannt wird, konnte orthodoxen Kreisen der Kapstädter Judenschaft nicht Genüge tun. Schon am Ende des 19. Jahrhunderts mieteten einige orthodoxe Juden einen Saal für regelmässigen Sabbatgottesdienst. Das Minjan war anfangs sehr klein. Später wurde eine lebhafte Agitation entfaltet zur Erbauung einer תלמוד תורה (jüdischen Schule), die auch einen Betsaal umfassen sollte. Da nach dem Burenkriege die Zeiten gut waren, und das Geschäft aufblühte, konnte es ein energisches Komitee nach 2 jähriger Sammeltätigkeit zum Synagogenbau bringen, der über £ 10.000 kostete. Um den Spendern gerecht zu werden, baute man hinter der Synagoge ein kleines finsteres Haus für die Schule an. Es erhoben sich Proteste, dass das Geld zum Synagogenbau, anstatt zum Bau einer Talmud Torah verwendet wurde, aber die geschickten Führer verstanden der Situation Herr zu werden. Am 24. September 1902 fand die feierliche Eröffnung und Einweihung der Synagoge durch den jetzigen Chief Rabbi ף Hofiman 8. 169 f.

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