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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 287

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 287)
Language
German
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IRI
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214 befürworten werde. In einem weiteren Brief des Barons v. Rothschiid an den Oabinetsdirektor durch Vermittlung des Hofrat C. Eigenbrodt vom 2. September 1858 dankt ersterer und empfiehlt Dr. Hirsch Plato von Frankfurt, ״einen streng religiösen, wissenschaftlich .gebildeten Mann und ehrenwerten Charakter als Rabbiner, zn dem sich jede Gemeinde von ganzem Herzen gratulieren könne. Zugleich bittet der Baron um Übermittlung der Namen der übrigen Bewerber um die Darmstädter Rabbinerstelle. In einer neuen Eingabe des Barons an den Grossherzog Ludwig III. selbst vom 29. September 1858 bittet er wiederholt um Trennung der Landgemeinden der Provinz Starkenburg von der Stadtgemeinde Darmstadt sowie um Wiederherstellung des früheren Rabbinats Michelstadt. Er beleuchtet darin die Reform ־ Bestrebungen des israel. Gemeindevorstandes in der Residenz Darmstadt, welche die Gesetzestreuen zwingen, ״die Stätten, die sie tagtäglich in guten und in schlimmen Tagen zur Verrichtung ihrer Gebete, Abends und Morgens aufsuchten, nun als entweihte Stätten zu meiden.“ Er protestiert aufs schärfste gegen die Überhebung des Gemeinde- Vorstandes in Darmstadt, der nach dem Gesetz nur Verwaltungsbeamter sei, auch in den althergebrachten Gottesdienst eingreife und ihn nach seiner Weise umstelle. Neben der von den Landgemeinden schon bereits nachgesuchten Trennung der Landvon der Stadtgemeinde Darmstadt macht er auf die frühere Einteilung der Provinz in verschiedene Rabbinatsbezirke aufmerksam, ״die weite Ausdehnung dieser Provinz bedingte solches schon früher und dürfte eine ähnliche Einteilung heute nicht weniger wünschenswerth erscheinen.“ Am Schlüsse dieser Immediateingabe findet sich (wahrscheinlieh auf Veranlassung der Regierung) die kurze Bemerkung: ״die nachgesuchte Trennung der Landgemeinden von der Stadtgemeinde Darmstadt abgeschlagen, dagegen a) für das Rabbinat Darmstadt einen orthodoxen Rabbiner zu ernennen und b) das Rabbinat Michelstadt wieder herzustellen Ew. K. H.a In Wirklichkeit kam es anders. Der Minister (v. Dalwigk) lehnte am 25. Mai 1858 den Antrag der Landgemeinden auf Trennung des Darmstädter Rabbinatsbezirks in zwei Rabbinate ab, ebenso auch die Wiedereinrichtung des Rabbinats Michelstadt, weil

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