Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 288

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 288)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3486266-3486301--7902-3494280
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

hh sich aus der Zuteilung desselben an das Darmstädter Kabbinat keine Schwierigkeiten ergeben haben und auch die Israeliten des früheren Rabbinats Michelstadt dessen Wiedereinrichtung nicht wünschen1). Wohl aber seien die Bezüge des künftigen Rabbiners zu Darmstadt derart zu erhöhen, dass sich geeignete Männer bewerben. Ein Präsentationsrecht stehe der Gemeinde Darmstadt nicht zu. Ferner schlägt der Minister vor, zur Erleichterung des künftigen Rabbiners in Darmstadt das Kabbinat Offenbach um einige Gemeinden, die bisher zu Darmstadt gehörten, zu erweitern. Am 21. August 1858 wenden sich die Juden des früheren Rabbinats Michelstadt (vertreten durch Salomon Lyon-Michelstadt, Abraham Joseph-Reichelsheim, Moses Oppenheimer-König i. O. und Heyum Oppenheimer-Rimbach) in unmittelbarer Eingabe an den Grossherzog um Austritt aus dem Verband der Stadtgemeinde Darmstadt wegen deren unreligiöser Haltung und Vereinigung mit den Landgemeinden zu einem bes. Rabbinatsverband, wobei die Bittsteller namentlich hervorheben, dass sie auch ohne die Stadtgemeinde Darmstadt ein auskömmliches Gehalt aufbringen werden. Doch scheint auch dieser Schritt keinen Erfolg gehabt zu haben. Unter den Bewerbern um die Rabbinatsstelle waren alle Richtungen vertreten. Rabbinatskandidat Dr. Hirsch Plato, der Prediger der Israel. Religionsgesellschaft in Mainz Rabb. Dr. Lehmann, Rabbinatsvikar Moses Mannheimer-Darmstadt, Landrabbiner Dr. Lipschütz-Schwerin, Rabb. Dr. Levi־Giessen, Rabb. Dr. Formstecher-Offenbaeh, Rabb. Wittelshöfer-Floss (Bayern), Bezirksrabb. Sänger-Mergentheim, Oberlehrer Dr. Wiener-Hannover u. a. zählten zu denselben. In einem Ministerialreskript vom 18. April 1859 an das Kreisamt Darmstadt wird u. a. ausgeführt: ״Was die Besetzung der Rabbinerstelle zu Darmstadt anlangt, so ist hierbei auf einen Mann Bedacht zu nehmen, welcher mit nntadelhaftem Wandel, achtungswertem Charakter und politischer Zuverlässigkeit eine gründliche theologische Bildung verbindet, welcher in seinen Glaubensansichten, ohne der einen oder anderen extremen Richtung anzugehören, auf dem Boden des positiven Judenthums steht und ף Aus dem Bericht des Ministers ist ersichtlich, dass nach dem Tode des letzten Michelstädter Rabbiners i. J. 1847 die dortigen Jeden ans finanziellen Gründen die Zuteilung zu Darmstadt wünschten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.