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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 269

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 269)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486301--7883-3494261
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196 Zwischen ßabb. Dr. Auerbach und dem Vorstand der Darm- Städter Religionsgemeinde, der niemals aus seiner Gegnerschaft gegen die vom Rabbiner vertretene Richtung ein Hehl machte, herrschte von Anfang an kein gutes Verhältnis. Darauf deutet eine Zuschrift des Vorstandes (unterzeichnet von Dr. Linz) an den Prov. Commissär von Starkenburg vom 20. Mai 1835, also einige Monate nach Dr. Auerbachs Dieustantritt hin, worin er drohte, wenn von Dr. Auerbach nicht binnen 8 Tagen eine Erklärung über Zurücknahme seines Gesuchs1) erfolge, so würde er den desfalls längst verfertigten Bericht übergeben. Bezeichnend für das schon bei der Rabbinerwahl zu Tage getretene Prinzip der, Regierung, die Rechte der Judenschaft mit Ausnahme der Aufbringung der Steuern und Verwaltungskosten auf das geringste zu beschränken, zeigt das Gesuch des früheren Rabbinatsassistenten Löw Sulzbach dahier vom Jahre 1835 ans Ministerium, angehenden jüd. Theologen Unterricht im Studium des Talmuds erteilen zu dürfen. Die Behörde legte die Sache dem damaligen Oberstudienrat vor, der sich jedoch nicht für zuständig erachtete und sie dem Oberconsistorium übergab. (Als Motiv gab Petent eigene Neigung sodann ״das Bedürfnis solcher Individuen des Inlands, welche sich zu Rabbinern .ausbilden wollen, endlich die Existenz ähnlicher im Ausland bestehender Lehranstalten an.) Oberconsistorialrat 0. Köhler erstattete namens des Oberconsistoriums das Referat darüber. Grossh. Landrabbiner Dr. Auerbach befürwortete das Gesuch von Löw Sulzbach jedoch nur insoweit als sich der Unterricht auf den mit dem Namen Halacha bez. Vater entstammte einer alten Rabbinerfamilie, die sieh auf Menacbem A., einen der Vertriebenen aus Wien zurückführte. Mütterlicherseits war sein Vater ein Neffe von Josef David Sinzheim, 1. Präsident des französischen Synhedrin. Später zog B. H. Auerbach mit seinem Vater nach Bonn, wohin der Sitz des rheinischen Konsistorialrabbinats verlegt wurde. Er lernte 5 Jahre in Crefeld bei dem Rabbiner B. Lob Karlburg ץ״ל , sodann mehrere Jahre bei Rabb. Jakob (Koppel) Bamberger ן״ל in Worms, von dem er 1828 התרת הוראה erhielt und verschaffte sich durch Privatunterricht die Mittel zum Universitätsstudium. Nachdem er darauf in Bonn und Marburg Philosophie, Pädagogik und Geschichte studiert hatte, nahm er i. J. 1834 die Berufung als Stadt- und Landrabbiner in Darmstadt an. l) um vorübergehende Befreiung aus Gesundheitsrücksicht von der Verpflichtung jeden Sabbat in der Synagoge zu predigen.

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