Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 266)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3486266-3486301--7880-3494258- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
193 besetzung, ohne dafür irgend eine Belohnung in Anspruch zu nehmen unter Beigebung jedoch eines Assistenten in der Person des Löh Salzbacher1) zu versehen.“ Die Regierung genehmigte die Vorschläge beider Eingaben mit Ausnahme des Honorars an den Assistenten Sulzbacher, das nicht von der Rabbinerwitwe sondern unmittelbar aus der Landjudenschaftskasse ausgezahlt werden solle. In der am 11. November geschlossenen Qoncurrenz um die Rabbinerstelle bewerben sich insgesamt 19 Herren (darunter die beiden hessischen Rabbiner Dr. Levy-Giessen and Dr. Formstecber- Offenbach, der durch seine späteren Reformbestrebungen bekannte Abraham Geiger, damals in Wiesbaden, Prediger Dr. Leop. Zunz- Berlin und Rabb.-Kandidat B. H. Auerbach aus Bonn. Einige Mitglieder der Landjudenschaft und der Stadtgemeinde Darmstadt fordern, dass dem Vorstand der Darmstädter Religionsgemeinde das Wahlrecht entzogen und wieder der Landjudenschaft wie früher i. J. 1798 bei der Wahl des Rabbiners Calmann Mengenburg übertragen werde. Der Darmstädter Vorstand protestierte dagegen, da seit 11. April 1831 der Vorstand der Landjudenschaft aufgelöst und an seine Stelle der Vorstand der israel. Gemeinde Darmstadt getreten sei. Das Ministerium bestimmte indessen am 9. Februar 1834, dass zur Wahl des Landrabbiners keine eigentliche Präsentation gewährt, sondern ein Gutachten der Judenschaft des Landrabbinatsbezirks eingeholt werden soll. Zur Abgabe dieses Gutachtens soll der hiesige Landjüdenschaftsvorstand mit Zuziehung zweier aus jedem Kreise des Bezirks hierher zu bescheidenden Vorsteher von israel. Religionsgemeinden unter Leitung des Prov. Commissärs aufgefordert werden. Die betr. Kreisräte sollen aufmerksam gemacht werden, dass sie nur die Gebildetsten and Verständigsten des Bezirks zu der fraglichen Verrichtung bestimmen möchten. Ferner sollen nach Neubesetzung des Rabbinats die Landrabbinerstellen zu Offenbach and Michelstadt mit Darmstadt vereinigt werden2). Zur beratenden Commission entsandte das 1J Rabbinatskandidat Löb Salzbacher, Toraschreiber und Ortsbürger von Griesheim bei Darmstadt, ein hervorragender Gelehrter, übersiedelte spater nach Darmstadt und heiratete die Witwe des Landrabbiners C. Mengenburg. a) Bei Michelstadt später geschehen. 13 Jahrbuch der J. L. G. XX.