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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 254

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 254)
Language
German
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IRI
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Das Darmstädter Landrabbinat.*> Von J. Leber mann, Dannstadt. Entsprechend dem geringen historischen Material über die jüdische Gemeinde in Darmstadt sind auch über das Dannstädter Landrabbinat nur spärliche Kenntnisse vorhanden. Für die alt• hessischen Lande des Fürstentums Starkenburg war ein Rabbiner in Darmstadt angeordnet, welcher früher nach Stimmenmehrheit von den Deputierten oder einem Ausschuss der Stadt• und Landjudenschaft gewählt wurde. Da die Darmstädter Judenschaft verhältnismässig jungen Alters ist* besass sie anfangs wohl keinen offiziellen Rabbiner, und die Frankfurter Gemeinde- oder Klausrabbiner versahen zugleich die Stelle des Darmstädter Rabbiners. So bekleidete der Frankfurter Klausrabbiner B. Samuel Schotten מהר שש״ך, Verfasser des 1685-1719 כוס ישעות sowie sein Nachfolger R. Mose Lob Kann zugleich die Stelle eines Darmstädter Rahbiners1). Urkundlich wird zuerst unter dem Landgrafen Ernst Ludwig der Darmptädter Rabbiner Rebbe Michel genannt, der im Jahre 1719 verstorben ist. Seitdem blieb die Stelle anscheinend unbesetzt, denn i. J. 1729 richtete die gemeine Judenschaft in Darmstadt (unterschrieben sind Wollt Baruch und Löw Hey um) ein Memorial an den Landgrafen, um einen Rabbiner zu erhalten, ״da sie immer einen eifahrenen Mann allhier gehabt habe, welcher in vorfallenden Ceremonial-Sachen mit Rath u. That an Hand gehen konnte. Da Rebbe Michel aber bereits vor 10 Jahren verstorben sey, die gemeine Judenschaft indessen die gantze Zeit her Kein *) Dem Staatsarchiv des Freistaats Hessen, dem Ministerium de8 Innern sowie dem Kreisamt Darmstadt erstatte ich für die gütige Überlassung der einschlägigen Akten besten Dank. Der Verfasser.!) Horovitz, Frankfurter Rabbinen.

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