Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 251)
- Language
- German
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177 guidein reinischer gancz von uns ausgericht und beczallt ist worden etc., das wir auf das mit rechtem gutem wissen gancz frey unbenottiget und on allen drangsal dise gegenwurttige Verschreibung unsem vorgnanten genedigen herren camerer und rate der statt Regenspurg von unsers allergenedigisten herren des Römischen kaisers wegen gegeben, auch darauf und darein ainen Jüdischen aid gesworn und uns darunter verpflicht und zu einander verpunten haben, sweren und verphlichten, auch verpinten uns hirmit wissentlichen in krafft des brifs, das wir unser leib und gut aus der stat Regenspurg nicht verändern sollen noch wellen, wir haben dann die kaiserlich maiestat oder seiner kaiserlichen gnaden erben der obgenanten zehenthausent gulldein reinisch zu voran nach lautt des scbulldbrifs entricht und beczallt. Und das wir ein getrws aufsehen aufeinander sollen und wellen haben, damit sich unser kainer ans der stat Regenspurg mit leib und gut nicht veränder. Wo aber das darüber geschech, das sich die kaiserlich maiestat des an den andern Judenn zu Regenspurg leib und guet erholen solle und möge on allermenigclichs widersprechen. Des zu urchund versiglt mit der edln und vessten Hannsen Nusperger, erbmarschalk in Nidern Bairn, und Erbartten von Murach zu Fluglsperg, auch Görgen Nothafft des eitern zu Werdenberg, landrichter und phleger zu Nwburg, und des erbern vessten Hannsen Mansheimer, phleger zu Parburg, anhangunden insigln, die wir gemein Judischheit mit vleis darumb gebeten haben ine und iren erben on schaden, war und stät zu ballten ynnhalt des brifs, der geben ist nach Cristi gepurd virczehenbundert und im achtzigisten jaren des negstenn montags nach sand Gilgen tag. Zu diesen drei Urkunden des 4. September kam noch eine yierte, die der Kaiser am 17. Juni garnicht verlangt batte. Im Laufe der Verhandlungen war vom Kaiser dem Rate die schriftliche Versicherung erteilt worden, ״das ain rate von nyemants heissen, geschefft oder gebot wegen die Juden aus der gevangknus solle lassen, so lanng bis das ain rate die von der k. Mt. und des heiligen reichs wegen in glnbde gethan hab*. Infolge dessen wollte jetzt der Rat ״von den XVII Jaden ain wissen habenn, so sy der k. Mt. und dem heiligen reich ir lebttag aus in glubde sten und sich, so sy auf ir gelübde gemant werden, von der k. Mt. und des heiligen reichs wegen stellen und des ainen brif und siecht urchund uthen der urfehde ander der gemelten siglherren insigl geben wollen oder nit. Wann wo sy das nit wolten tun, so vermeint ain rat, sich der k. Mt. ernstlich geschefftbrif und sigl zn hallten und die Juden nit ausszulassen, sy haben dann vor ainen rate der k. Mt. and des heiligen reichs wegen pflicht getan nnd des gleublich urchund gegeben, das sy zn glubde sten wellen*. .Jahrbuch der J. L. G. XX. 12