Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 246)
- Language
- German
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wieder hätte. Nach Tilgung der 8000 Gld. sollten die ganzen jährlich seitens der Juden zu zahlenden 400 Gld. dem Kaiser zafallen: Wir Friderich, von Gottes gnaden Römischer keyser, zu allenn czeiten merer des reichs zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig, herezog zu Österreich, zu Steir, zu Kernnden und zu Crain, grave zu Tyrol etc. bekennen offenlich mit disem brieve und tu kunnt aller meindich: Daz wir umb mercklicher redlicher ursach willen, uns darzu bewegende, denn ersamen unsern und des reichs lieben getrewen camrer rate und gemeinde der stat Regenspurg gegünnet und erlaubet haben, gönnen und erlauben auch von Römischer keiserlicher machtvolkomenheit wissenntlich in craft diss briefs, also daz sy nun hinfür alle jar jerglichen von der Judischeit, so yetzo zu Regenspurg wonet und hinfür mit wonung daselbschin körnen, zu den stewern, so sy jerglichen von ine nement, vierhundert guldin reinischs au! heben und uns jerglichen davon zweyhundert guldin reinischs auf unnser keiserlich quittancz geben und die andern zweihundert guldin reinisch zu iren und der stat notturfften gebrauchen mögen, so lang biss sy acht tausent guldin reinischs bezalt sein. Sy sollen auch dieselben Juden von unserr und des heiligen reichs wegen in pflicht und glübt nemen und bey iren freiheiten, Privilegien und gerechtikeiten hanndthaben, schüczen und schirmen. Und wan sy der oberurten achttausent guldin bezalt sein, alssdann sollen solh vierhundert guldin jerglichen allain uns, unsern nachkomen an dem heiligen reich zusteen und jerglichen auf unnser quittancien geraichet werden getrewlichen ungeverlichen. Und darauf so gebietten wir allen und yglichen Juden und Judinn, so yeczo zu Regenspurg wonen und hinfür mit wonung daselbschin körnen werden, von Remischer keiserlicher machtvolkomenheit eranstlich und vesticklich mit disem brieve und wellen, daz sy den genannten von Regenspurg solh oberürt vierhundert guldin jerlichen von unser und des heiligen reichs wegen zu iren handen raichen und geben und sich des nit waigern noch widern, als lieb in allen und yeglichem sey unnser und des heiligen reichs swere straff und ungnad und darzu verliesunng einer pene nemlich hundert marck lötigs golds zu vermeiden, die ein yeglicher, so offt sich der oder die hie wider seczen würden, unas halb in unnser keiserlich camer und den andern halben teil den genanten von Regenspurg unableslich zu bezalen verfallen sein sol. Und mögen auch darzu die genanten von Regenspurg derselben Jüdischait leib und gut darczu halten, dieselben stewr jerlirhen zu bezalen von al'ermeinclich unverhindert. Mit urkund diss briefs, besigelt mit unnsern keiserlicben anbanngendem insigl, geben zu Gretz am fünften tag des monats Octobris nach Cristi gepurd vierzehenhundert und im achtundsibenzigisten, unserr reiche des Römischen im newnunddreissigisten, des keiserthumbs im sibenundzwenczigisten und des Hungerischen im zwenczigisten jare.