Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 243)
- Language
- German
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m tausend guldin reinisch uns zu geben auf euch geslagen, auch den ge■» melten von Regenspurg bevolhen und des unser macht und gewalt gegeben, die von euch eintzubringen und euch furter in der statt Regenspurg wie vor wonen zu lassen und von unsern und des heiligen reichs wegen innhalt desselben Vertrags zu schützen und schirmen. Also haben sy uns bericht, wie ir solich gellt über ir menigveltig eisuchen zu geben bissher gewaigert haben sullet, das uns gestallt der Sachen und den gnaden nach, euch durch uns darinn bewisen, nicht unbillichen mercklichen befrömbdet. Und nachdem wir gemeint sein, solichem vertrag nachczuvolgen und den nit zu verendem, so empfelhen wir euch ernstlich und wellen, daz ir solich zehentausent guldin reinisch uns oder den genanten von Regenspurg von unsern wegen gebet oder darumb mit gnugsamer Sicherheit fursehet und benugig machet, auff das ir ferrers unräts und Verletzung ewer leib und gutter entladen beleihet. Daran tut ir unser ernstlich maynung und euch selbs das pesst. Dann wo das nit beschicht, des wir uns doch billigen zu euch nit versehen, was euch dann unräts und Verletzung ewer leib und guter daraus entsteet, wirdet die schuld euch selbst zugemessen. Darnach wisset euch zu richten. Geben zu Grecz am sibenczehenden tag des monads Julii anno domini etc. LXXV1I1 unsers keyserthumbs im sibenundczwainczigisten jare, Ad mandatum domini imperatoris in consilio. [in verso] Unsern und des reichs Juden, so zu Regenspurg gefangen ligen. Gleichzeitig wurde dem Rate hiervon Kenntnis gegeben: Fridrich, von Gottes gnaden Römischer keyser etc. Ersamen lieben getrewen. Wir schreiben hiemit den Juden, so bey euch zu Regennspurg gefangen ligen, uns zehentausent guldin reinisch, die wir in dem vertrag, so derselben Juden halben durch ewr potschafft mit uns beschehen ist, auf sy geslagen haben, zu geben und die von unsern wegen zu ewren hannden zu raichen, als ir an der ab* schrifft hierinne verneinen werden. Und emphelhen euch darauf eranst* lieh, daz ir bey den gemelten Juden ewren fleiss und arbait ankeret, derselben zehentausend guldin an unserr stat, wie euch das am bequemlihisten bedunckhen wil, des wir euch unser ganncz voikumen macht und gewalt geben, von ine einzubringen, doch der darumb mit dem tod nicht straffet, sonnder, so sy die gegeben, sy alsdann bey euch in der statt Regenspurg, wie das der obbestymbt vertrag desshalben beschehen aussweiset, wonen tihd bleiben lasset. Daran tut ir unnserr ernstlich maynung und sonnderr gefallen. Geben zu Grecz am sybenzehenden tag des monades July anno domini etc. LXXVIII° unnsers keyserthumbs im sibenundzwainczigisten jare. Ad mandatum domini imperatoris in consilio.