Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 240)
- Language
- German
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166 der anwallt di Juden sehen und instrument irs lebens machen lassen, öb ainer furan verging, alz des nymant sicher ist, damit mon di warhait weisen mug. [ Das energische Vorgehen des Kaisers in Sachen des Blutbanns stimmte wenigstens den Herzog um. Während der Rat beschloss1), ״so mon nyden di ding nicht in gutikait mag hinlegend daz mon im rechten 8ull antburtten“, weigerte sich der Herzog, mit den Regensburgern gemeinsam in den Fiskalprozess einzutreten. Die Freundschaft des Kaisers war ihm lieber als sein Anspruch auf die Juden. Nur seinen Anwalt wollte er senden, um die Verpfändung der Juden nachzuweisen2). Die crucis exaltationis8). Item dez tags pracht her Notscherff kamrer Von herezog Ludwig botschaft, waz 1 gschriben ratslag 5 plat, und sagt, daz herezog Ludwig gesprochen het, er wolt den kaiser au! sich nit laden, ee well er sich der Juden verwegern . . . Feria 6 ante Emram4). Her Notscherff kom von herezog Ludwig und pracht antburtt, di er meinen herren hie oben erczelt hat under mindern, daz er nicht peistandt im rechten tun wil, sunder sein anwalt dapei wil haben, der meldung tue seiner Verschreibung, und sich der Juden ee verwegern dann den kaiser verwurchen. Der Herzog war schliesslich sogar damit einverstanden, dass man die gefangenen Juden entlasse, wenn sie Bürgschaft stellten, sich und ihr Vermögen nicht aus Regensburg zu entfernen. Er fand damit beim Rate keinen Anklang. Wenn man die Juden nicht, hiorichten könne, sollten sie im Kerker über einander ersticken!5) ... were sein meynung wol, damit sein gnad mit dem kayser auss den Sachen käme, auch wir auss den Ungnaden, kostung und ewren langen geligers, wo es ye nit anders sein wolte, liesse sein gnaden gescheen, das man die Juden alle in ir hewsser tagte auf borgsebafft, ir leib noch gut nit zu verrugken on willen hertzog Ludwigs und unnser etc. Nun seyeu wir entlieh der Sachen nit rätig, sunder unnser meynung nit steet, der bekanten6) Juden ausser zu tägen. Aber ye ab der sacbe nit *) Merkzettel Bl. 377 zum 27. Sept. י) Merkzettel Bl. 37ßv. ,?8) 14. Sept. ~ 4) 20. Sept. ö) Brief des Rats 1477 Mai 6 an die Ratsfreunde am kaiserlichen Hofe Sans .von Fachstain zu Glaubendorff und Hermann Zeller. Der Anfang bezieht sieh auf die Besprechung, die der Kämmerer mit dem Herzog in Landshat hatte. Ä) Die Jaden, die ein Bekenntnis (Geständnis) abgelegt hatten.