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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 175

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 175)
Language
German
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IRI
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101 nuzig betrieben hette. Nun stehet würkhlich ein bans mit 2 wohnungen 2 kucblen und 4 kümmern, für 2 juden-ehepar wo man es doch in dem prothokoll extxact zu ver des besprochenen Vorrechtes folio 23 ein an bäulein meinet, yberhin hatte herr pfleger durch dieses factum der hohen herrschaft dergestalten proindiciret, da der von der judenschaft allen anseben nach schon sehr provoncirte titl. herr landes-vogt zu gynzburgg frey herauss gesaget, diese sach stehe nunmebro in seinem gewalt, und ob schon nur 12 ebepar den schütz erhalten so khbne er doch noch so viil und mehrer einnemen und also eben so vill ist, als ob man der hohen herrschaft von Lichtenstain khein vertrag mehr halten, sondern dieselbe mit juden yberhäufen und die Christen gemeinde hiedurch gänzlich unterdrükhen und austilgen wolle, dan 4to gewis ist, dass die juden, wann sie auch 3 mahl so viel anwachsen, der herrschaft ein mehreres nicht, als was das in schuzvertrag ausgeworfene schuzgelt austraget bezahlen, oder der gemeinde beytragen, hingegen den beamten mehrer hintragen, dass sie denen selben allenthalben durch die finger sehen, wie sie dan nur an steuern 17 fl der gemeinde ausständig sein, wo sie doch iedesmahlen nit einmahl 5 fl auf eine Steuer bezahlen derfen, wo hingegen die Christen, welche auch die Soldaten quartier tragen müssen, zu richtiger Abführung rigorrose angebalten werden, zu geschwaigen was für unbeschreiblichen schaden durch die juden der Christengemeinde verursachet worden, indem 5to die juden alle jahr bey haltung ihrer pfingstfest sich in die wälder hinaus begeben und von den jungen pürkhenpuchen und aich-bäumem die gipfl abhauen und in ihr syhögg (Synagoge) nach jüdischen gebrauch puzen, wodurch erfolget, dass solche bäumlein nit mehr wachsen und also der hohen herrschaft und Christengemeinde der grösste schaden und holzmangel verursachet wird, wie dann dieser herr pfleger auf gestellter clag der Christengemeinde den augenschein selhsten einmal eingenommen und solches spektacel der abgekhöpften iungen bäume gesehen und desswegen die juden zur bezahlung der augenscheins Commission uncösten condemniret aber nicht zu wegen bringen khönen, dass sie solches bezahlet, sondern zur anthworth gaben, die Christen müssen wohl mehrer wegen ihnen juden bezahlen, also auch dieses

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