Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 176)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/3486266-3486301--7790-3494168- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
102 bezahlen sollen, oder sie troheten ihren pfleger gleich mit dem landesgericht mithin derselbe vielleicht aus biilicher forcht von anbrichnung solcher Unkosten, oder einer verdienten straff bishero defistiret ist, also weith bringet es endlich die judenschaft, dass wo sie einmahl eingewourzelt und yberhand genommen, weder nach obrigkheit noch nach iemand anderen etwas fragen, woran aber 6to derley interessirte obrigkheiten Selbsten die erste und grösste ursach seien, weill sie von Juden mit schenkhuugen eingenommen, dessenthalben alle hilfe leisten, hingegen wider sie den Christen khein ahsistenz angedeyen, sondern ein Christ wann er wider einen jaden claget, mit diesen zu friden sein muss, der jud habe nichts, was man wolle mit ihn anfangen, also ist es der hohen herrschaft selbsten ergangen wie das schloss zu Krumbach ausgeraubet und von einigen Juden bestollen worden, dass die wohl habenden complices sich aus dem staub gemacht und die herrschaft gleichwohlen den schaden leiden müssen. Was wer erst zu melden, wie vill unheill und furchten sie unter das vieh bringen, so den erst Jüngsthin ein Jud ein pferdt nach Hürben gebracht, welches auf beschehener beschau und mit allen 4 haubt mängl beschafft zu sein befunden worden, der herr pfleger aber auf ein von den juden falsch beigebrachtes attestatum dem Juden zu gunsten widersprach, bis endlich die Christen gemeinde das pferdt auf des verluristigen theil uncösten in ein drittes unpartheyisches orth zu stellen verlanget «mb solches abzustöchen und die grab machen zu khönnen, alwo die juden aber aus forcht yberwisen zu werden, das pferdt *widerumb hinvorth und unwissend wohin an ein anderes orth geführet haben, mithin abzunemen, wie ungerecht die juden denen Christen zu schaden trachten und dass ein solches pferdt viele andere auf der ganzen waid hetle anstökhen khöhnen, wan nun uugeacht so viller von denen juden anstiftenden yblen und unheil dieselbe danoch von denen beambten immer bestens protegiret werden, dass dieselbe sich immer vermehren und die Christen gemeinde unterdrükhen, also sehen wir uns dermahlen höchst be^ müssiget, Euer Hochfürstliche Gnaden, als unseren nunmehro, gnädigsten herreo, in tiefster uuterthänigkeit zu. behelligen und inständigst zu bitten, Höchstdieselbe etc. geruhen sich der Christen-