Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 80)
- Language
- German
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Willen za helfen, vermag der Mensch es nicht immer, da (50tt ihn abberufen kann, wodurch seine Pläne und Entwürfe, seine Versprechungen hinfällig werden. Vertrauet auf Gott; denn er ist allmächtig, darum kann er helfen. Er ist treu, darum wird er helfen; er ist gütig, darum will er helfen; er ist gerecht, darum liegt die Hilfe in seinem Wesen begründet; er ist ewig, darum versagt niemals seine Hilfe. Von besonderer Schönheit, aber durchaus nicht leicht zu finden, ist die Einteilung des Psalms 147. Gottes Preis zu verkünden, ist wohlbegründet und ein besonders angenehmes Unternehmen. Vers 2, and weiterhin Vers 12 bis 14 und schliesslich Vers 19 bis 20 enthalten nun die den Sang begründenden Wohltaten gegen das Volk Israel and zwar sind es folgende: Gott baut Jerusalem wieder auf und sammelt seine Zerstreuten. (V. 2.) Gott macht Jerusalem stark und segnet alle seine Kinder, indem er ihnen reichen Ertrag und Frieden sendet. (V. 13 u. 14.) Gott teilt Israel seine Gesetze und Kechtssatzungen mit, eine Wohltat, die einzig dasteht und keinem anderen Volke zu teil ward. (V. 19 u. 20.) Und nun finden sich zwischen diesen, Israel betreffenden Teilen, die gewissermassen das Fach werk des Ganzen bilden, zwei grosse Einfügungen. Die eine hat zum Inhalt die Schilderung des unvergleichlichen Wirkens Gottes in der belebten Welt gegenüber den Tieren und Menschen, wobei besonders unterstrichen wird, dass Gott sich nicht durch äussere Vorzüge blenden lässt, etwa durch Schönheit und Stärke, sondern nur auf innere Vorzüge achtet, auf Gottesfurcht und Demut. Die zweite Einfügung behandelt dann Gottes Herrschaft in der leblosen Natur, die Regelung aller meteorologischen Verhältnisse; hier ist von Eis und Schnee, von Kälte und Frost, von Erstarren and von Wiederbefreiung die Rede. Im Psalm 148 haben wir das grosse Hallelujoh der Natur. Die Einteilung ist verblüffend einfach. Zuerst werden die Scharen des Himmels aufgefordert, Gott zu rühmen, ganz besonders deshalb, weil Gott ihnen feste, unverrückbare Gesetze gegeben 11at9 die ihren Bestand garantieren. Das Gesetz, das Gott gegeben hat und sich nicht ändert, ist hier das Naturgesetz. Im zweiten Teil werden die Scharen der Erde aufgefordert, in das vielstimmige, gewaltige