Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIX. (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 348)
- Language
- German
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m Der natürlichen Symbolik der Körperbewegung1) haben unsere Weisen einen bedeutsamen Einfluss zuerkannt. Wenn man zum Gebet hintritt, stelle man die Füsse dicht aneinander, um so das Bild der Engel vor Augen zu haben,2) denen ähnlich zu werden man bestrebt sein soll. Um, dies zum Ausdruck bringend, von der Erde, vom Irdischen sich zu erheben, erhebe man die Augen zur Höhe und den Körper bei der קדושה vom Boden.3) Zum Zeichen der Verehrung bücke man sich bei bestimmten Segensspruchen am Beginn Und Ende.4) Schnell bücke man sich, aber langsam richte man sich auf, damit es nicht aussehe, als sei es eine Last.5) Am Schluss des Gebetes gehe man drei Schritte zurück, bleibe dort stehen, entbiete den Gruss nach rechts und nach links, gleich einem Schüler, der sich von seinem Lehrer verabschiedet.&) Beim Sündenbekenntnis bedeckt man das Antlitz,7) da man sich schämt, es zu erheben, man schlägt auf das Herz,8) das der Sünde Ursache ist. Beim Eintritt der Eltern erhebt man sich vom Platz; so hat es רב יוסף getan, als er den Tritt seiner Mutter gehört hat, indem er apracb: ״Ich will mich erheben vor der Herrlichkeit, die kommt.“9) רבי חנעא fordert am Freitag Abend auf, hinauszugehen, dem שבת entgegen, zum Geleit desselben am שבת Abend eine Mahlzeit zu richten.'10) Die Bedeutung der rechten und linken Hand beim תפילין- Legen11) kommt auch bei der Vorschrift ihrer Verwendung beim Anziehen der Schuhe zum Ausdruck.12) Dem Händewaschen vor der Mahlzeit haben unsere Weisen symbolischen Reinheitscharakter zuerkannt, der die Aufgabe hat, die טומאה zu scheuchen. Erforderlich ist daher die unmittelbare Berührung der Hände durch das Wasser,13) dass nichts dazwischen eine Trennung bilde,14) erforderlich ist, ein unbeschädigtes Gefäss15) hierzu zu nehmen16) und Menschenkraft17) hierbei zu betätigen.18) Der nachteilige Einfluss, den die Unterlassung des Händewaschens l) S. R. Hirsch a. a. 0. S. 217, 263. 2) :,ברכות ר ברכות ל״ר♦ (4 ש״ע או״ח סי4 קכ״ה.(״ ö) :שם י״ב 6) :שם תר״ז(8 ש״ע או״ח קל״א (ד יומא נ״ג ״ שבת קי״ט (10 קדושין ל״א (•) ■S. R. Hirsch a. a. 0. 369. “) .1 שבת ס-אs) Vgl. S. R. Hirsch Ii. B. M. S. 409 u. S. 446. 14)♦חולין ק״ז. (15 חולין ק״ו: •״ פסח' ק״ט ״*) Vgl. S. R. Hirsch III. B. M. 8. 13. 17) vgi.ש״ע אוי״ח- ד‘, י״ח. (18 ־ חגיגה ט״ז: ״י סמיכה בכל בחר